Gesellschaft

Katholische Bischöfe von Samar fordern Verbot von Bergbauaktivitäten

Die drei katholischen Bischöfe der Insel Samar haben sich geschlossen gegen Bergbauaktivitäten in Eastern Samar ausgesprochen. In einer pastoralen Erklärung warnen die Kirchenführer davor, dass bereits die reine Exploration von Mineralien den Weg für großflächigen Abbau ebnen könnte. Dies stelle eine Bedrohung für Wälder, Wassereinzugsgebiete, landwirtschaftliche Flächen sowie die Küstenökosysteme und die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung dar.

CoverPhoto_DSWD brings livelihood disaster aid to remote Guimaras island villages
Bild: PIA - CoverPhoto_DSWD brings livelihood disaster aid to remote Guimaras island villages

Die Bischöfe Crispin Varquez (Diözese Borongan), Isabelo Abarquez (Diözese Calbayog) und Nolly Buco (Diözese Catarman) forderten die lokalen Regierungen in den Gemeinden Giporlos und Balangiga auf, Bergbau abzulehnen und bestehende Resolutionen gegen extraktive Aktivitäten zu bekräftigen. Der Anlass für die Stellungnahme war die Genehmigung einer Explorationserlaubnis durch das Mines and Geosciences Bureau (MGB). Diese Erlaubnis umfasst rund 903 Hektar in Teilen von Giporlos und Balangiga.

Die Geistlichen betonten, dass Umweltschutz sowohl eine bürgerliche Verantwortung als auch eine moralische Pflicht sei. Unter Bezugnahme auf die Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus erklärten sie, dass echter Fortschritt nicht allein an wirtschaftlichen Gewinnen gemessen werden dürfe, sondern an der Wahrung der Menschenwürde, der ökologischen Nachhaltigkeit und des Friedens. Die Entscheidung gegen den Bergbau sei durch die Erfahrungen auf der Insel Samar geprägt, insbesondere durch die ökologischen und sozialen Probleme in den Gebieten Homonhon, Manicani und Bagacay.

Besonders in der Provinz Eastern Samar, die als eine der taifunanfälligsten Regionen des Landes gilt, seien die Risiken hoch. Wälder und Küstenökosysteme fungieren dort als natürliche Schutzpuffer gegen Naturkatastrophen. Die Kirche warnt zudem vor einer Verschmutzung von Flüssen und Küstengewässern sowie vor einem erhöhten Risiko für Erosion, Überschwemmungen und Erdrutsche. Der Bürgermeister von Giporlos, Gilbert Go, wies darauf hin, dass in seiner Gemeinde derzeit keine Bergbauarbeiten stattfinden und die Genehmigung des MGB lediglich die Exploration betreffe.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.