Kardinal warnt nach Gletscherkatastrophe in Nepal vor den Folgen des Klimawandels
EditEin massiver Kollaps von Fels und Eis an der Grenze zwischen Nepal und China hat am Mittwoch, den 26. August 2026, verheerende Folgen ausgelöst. Die dabei entstandenen Wassermassen, Schlamm und Trümmer rasten durch die Täler des Himalayas in Nepal und Tibet und führten zu einer tödlichen Katastrophe.
Der philippinische Kardinal Pablo Virgilio David, Bischof von Kalookan, bezeichnete das Unglück am Freitag, den 28. August, in einem Radiointerview als eindringliche Mahnung. Er betonte, dass die Auswirkungen der globalen Erwärmung nicht länger nur als ein Problem der Zukunft betrachtet werden dürften. Der Klimawandel sei keine Angelegenheit, über die man lediglich in der Zukunftsform sprechen könne.
Wenn uralte Eismassen in den Bergen kollabieren, können ganze Gemeinschaften, die tausende Meter unterhalb liegen, innerhalb weniger Minuten weggespült werden. Während Wissenschaftler noch die genauen Ursachen und den exakten Anteil des Klimawandels an dem Ereignis untersuchen, ist bekannt, dass steigende Temperaturen die Instabilität von Gletschern und Permafrostgebieten in großen Höhen erhöhen.
Um die Gewalt solcher Naturereignisse zu beschreiben, zog der Kardinal einen Vergleich zur Erfahrung der Bewohner von Pampanga nach dem Ausbruch des Mount Pinatubo im Jahr 1991. Er erinnerte an die damaligen Lahar-Ströme, die von den Betroffenen wie eine Herde rasender Stiere beschrieben wurden, und sprach davon, wie es sei, wenn ein Berg als Fluss herabstürzt.
Der Kirchenführer rief die Gläubigen dazu auf, für die Menschen in Nepal zu beten, insbesondere für die Familien der Verstorbenen sowie für die Verletzten, Vermissten und Vertriebenen. Zudem mahnte er die Öffentlichkeit zur Verantwortung für die Umwelt an und erklärte, dass das, was der Mensch der gemeinsamen Erde antue, letztlich auch ihn selbst betreffe.




