Kardinal Tagle mahnt nach tödlicher Schulschießerei zu mehr Mitgefühl in Familien
EditNach einer tödlichen Schießerei an der Ateneo de Zamboanga University in Zamboanga City, bei der zwei Menschen ums Leben kamen, darunter auch der Schütze selbst, hat Kardinal Tagle zu mehr Mitgefühl in den Familien aufgerufen.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag und hat nun eine breite Debatte über die Werteerziehung in den Familien ausgelöst. In seiner Predigt während einer Messe in der Parish Church of the Holy Sacrifice an der University of the Philippines Diliman in Quezon City richtete Kardinal Tagle seinen Appell insbesondere an Eltern und Großeltern.
Er forderte sie auf, darüber nachzudenken, wie die Wertebildung im häuslichen Umfeld gestaltet wird, und betonte, dass Familien Kindern ein menschliches und mitfühlendes Wesen vorleben sollten. Ein zentraler Punkt seiner Ansprache war die Gefahr einer emotionalen Distanz innerhalb der Familie, wenn die Aufmerksamkeit primär auf elektronischen Geräten statt auf den Mitmenschen liegt.
Kardinal Tagle, der auch als stellvertretender Präfekt der vatikanischen Dikasterie für die Evangelisierung tätig ist, warnte davor, dass Videospiele und künstliche Intelligenz (KI) die Denkweise und das Handeln von Kindern maßgeblich prägen könnten. Er betonte, dass weder KI noch Spiele über ein Herz verfügten, während dies eine rein menschliche Eigenschaft sei.
Abschließend rief Kardinal Tagle die Familien dazu auf, die eigenen Werte kritisch zu prüfen und sich vor jeder Handlung zu fragen, welche inneren Beweggründe oder welcher Charakter sie antreibt.



