Gesellschaft: Metro Manila

Philippinisches Migrantenministerium schließt 24 Unterkünfte für Arbeitsmigranten

Das philippinische Migrantenministerium (Department of Migrant Workers, DMW) hat innerhalb von weniger als drei Monaten insgesamt 24 Unterkünfte für Arbeitsmigranten (Overseas Filipino Workers, OFWs), die auf ihren Einsatz im Ausland warten, versiegelt. Die Maßnahmen erfolgten aufgrund fehlender Registrierungen beim Ministerium oder wegen unsicherer und menschenunwürdiger Lebensbedingungen in den Einrichtungen.

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Symbolbild: Envato

In einer Mitteilung in den sozialen Medien erklärte Migrantenminister Hans Leo Cacdac, dass die Behörde gezielt gegen nicht registrierte Unterkünfte für angeworbene Arbeitsmigranten vorgehe. Seit Beginn der Schließungsaktionen am 6. Juni 2026 konnten durch diese Operationen bereits 519 Bewerber aus prekären Verhältnissen gerettet werden.

Die jüngste Schließung betraf eine Einrichtung im Barangay San Antonio in Parañaque City. Diese Unterkunft wurde Berichten zufolge von den beiden lizenzierten Personalvermittlungsagenturen ATC Human Resources, Inc. und Rock Solid Manpower & Consultancy, Inc. gemeinsam genutzt und unterhalten. Während des Einsatzes dokumentierte das DMW schwerwiegende Zustände, welche die Sicherheit, Würde, Gesundheit und das Wohlergehen der Bewerber beeinträchtigten.

Insgesamt wurden bei dieser speziellen Operation 68 Personen aus der Einrichtung gerettet. Sie wurden zur vorübergehenden Unterbringung sowie für weitere Hilfsmaßnahmen und die Aufnahme von Aussagen in ein von der Overseas Workers Welfare Administration (OWWA) akkreditiertes Hotel in Pasay City gebracht. Die geretteten Personen befinden sich nun in der Obhut der OWWA. Dort werden individuelle Aussagen aufgenommen und Wohlfahrtsprüfungen durchgeführt, um die genauen Umstände ihres Aufenthalts zu klären und weitere Verstöße zu ermitteln.