Gesellschaft

Kampf gegen Kindesmissbrauch: IJM Philippines startet neue Initiative

Im Zentrum der neuen Strategie von International Justice Mission (IJM) Philippines steht der Kampf gegen den Online-sexuellen Missbrauch und die Ausbeutung von OSAEC. Bei einer Versammlung in der Greenhills Christian Fellowship im Ortigas Center, Pasig City, wurde zudem eine neue Kampagne vorgestellt, die von Überlebenden der Ausbeutung geleitet wird, um den Schutz direkt in den Gemeinden zu stärken. Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hat die Organisation diese Initiative ins Leben gerufen.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Die aktuelle Lage bezeichnete Samson Inocencio, der nationale Direktor von IJM Philippines, als Wendepunkt. Durch die bisherige Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen konnten bereits über tausend Opfer gerettet und hunderte Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Die Strategie der Organisation soll Bedrohungen unterbinden, dauerhafte Schutzsysteme aufzubauen und die lokalen Reaktionsmöglichkeiten zu verbessern. Dazu arbeitet IJM sowohl mit der nationalen als auch mit der lokalen Regierung und dem Privatsektor zusammen.

Aktuelle Daten unterstreichen die Dringlichkeit der Maßnahmen. Eine Studie von IJM und dem Nottingham Rights Lab ergab, dass im Jahr 2023 fast eine halbe Million philippinische Kinder, etwa eines von 100, für die Erstellung von Material zur sexuellen Ausbeutung von Kindern missbraucht wurden. Rund 250.000 Erwachsene waren an der Erleichterung dieser Form der Ausbeutung beteiligt. Im Gegensatz zu traditionellem Menschenhandel findet OSAEC häufig im häuslichen Umfeld statt und wird durch Technologie ermöglicht, etwa durch Live-Streaming von Missbrauch gegen Bezahlung aus dem Ausland.

Seit dem Beginn ihrer Arbeit im Jahr 2001 hat IJM Philippines die staatlichen Behörden bei der Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern unterstützt. In Gebieten, in denen die Organisation mit lokalen Behörden kooperierte, sank die Prävalenz des sexuellen Kinderhandels laut Studien um 72 bis 86 Prozent. Michelle Anne Lapuz, stellvertretende Sekretärin im Justizministerium (Department of Justice, DOJ), betonte, dass alle gesellschaftlichen Akteure eine entscheidende Rolle dabei spielen, eine sichere Zukunft für Kinder zu schaffen.

Quellen