Justizbehörde in Cordillera fordert Menschen mit Behinderungen zur Meldung von Rechtsverletzungen auf
Das Justizministerium in der Region Cordillera (DOJ-CAR) hat Menschen mit PWDs dazu aufgerufen, Verletzungen ihrer Rechte konsequent zu melden. Die Behörde wies darauf hin, dass Täter nach geltenden Gesetzen sowohl strafrechtlich als auch administrativ zur Verantwortung gezogen werden können.
Anlässlich der Nationalen Woche der Rechte von Menschen mit Behinderungen nahm der stellvertretende Staatsanwalt Christian Amistad am Donnerstag, den 16. Juni 2026, an einer Radiosendung teil. Er ermutigte sowohl Betroffene als auch die breite Öffentlichkeit, sich intensiver mit den Schutzrechten der Magna Carta für Menschen mit Behinderungen vertraut zu machen. Diese rechtliche Grundlage basiert auf dem RA 7277, welches durch die Gesetze RA 9442, RA 10754 und RA 11228 ergänzt und geändert wurde.
Zu den Verstößen gegen die Magna Carta zählen laut Amistad unter anderem die Verweigerung von Arbeitsplätzen, das Nichtgewähren gesetzlich vorgeschriebener Rabatte, das Fehlen barrierefreier Einrichtungen sowie Diskriminierung und Herabwürdigung. Trotz der rechtlichen Absicherung käme es weiterhin zu Verstößen, wobei viele Vorfälle ungemeldet blieben.
Betroffene, die Diskriminierung erfahren oder gesetzliche Leistungen verweigert bekommen, PNP, das öffentliche Anwaltshauptamt (Public Attorney’s Office), das Rechtshilfeprogramm der Integrated Bar of the Philippines oder das Büro des städtischen Staatsanwalts wenden. Amistad erklärte, dass das Büro des Staatsanwalts nach Eingang einer Beschwerde eine Voruntersuchung durchführt, um die Existenz eines hinreichenden Tatverdachts zu prüfen, bevor der Fall vor Gericht gebracht wird. Er warnte zudem, dass bei schweren Verstößen Geldstrafen und Freiheitsstrafen drohen.
Um Rabatte und andere Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können, riet Amistad den Betroffenen, die entsprechenden Ausweisdokumente bei ihren jeweiligen Kommunalverwaltungen zu beantragen. Das Büro des städtischen Staatsanwalts im Justice Hall steht Personen, die rechtliche Beratung bei Verstößen gegen die Rechte von Menschen mit Behinderungen suchen, weiterhin offen.