Jugendliche als Partner für die Zukunft: Forum betont Investitionen in Bildung und Gesundheit
Um ein inklusiveres und widerstandsfähigeres Land aufzubauen, müssen junge Filipinos durch einen besseren Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, menschenwürdiger Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe in der Lage sein, ihre Ziele zu verfolgen. Diese zentrale Botschaft stand im Mittelpunkt des Youth Aspirations Forum, das von der CPD organisiert wurde.
Das Forum fand anlässlich des Weltbevölkerungstages statt und wurde in Zusammenarbeit mit dem UNFPA Philippines (Fonds der Vereinten Nationen für Bevölkerung) sowie dem Center for Health Solutions and Innovations Philippines (CHSI) durchgeführt. Unter dem globalen Thema „Verwirklichung der Hoffnungen und Bestrebungen junger Menschen für ihre Zukunft“ diskutierten Studierende, Jugendführer, Regierungsvertreter und Entwicklungsaktivisten darüber, wie politische Maßnahmen auf die Herausforderungen der Jugend reagieren können. Dabei standen Themen wie wirtschaftliche Unsicherheit, der Klimawandel, psychische Gesundheit und sich wandelnde soziale Realitäten im Fokus.
Arnaud Peral, der UN-Residenzkoordinator auf den Philippinen, betonte, dass junge Menschen nicht bloß Empfänger von Entwicklungsmaßnahmen seien, sondern aktive Partner bei der Gestaltung der Zukunft des Landes. Er hob hervor, dass ihre innovativen Ideen und ihre Führungskraft bereits heute einen Beitrag leisten und es die kollektive Verantwortung der Gesellschaft sei, ihnen nicht nur zu investieren, sondern ihnen auch zuzuhören und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Neus Bernabeu, die Ländervertreterin des UNFPA auf den Philippinen, verwies auf Ergebnisse der aktuellen Demographic Futures Survey. Diese Umfrage, die Erkenntnisse von über 100.000 jungen Menschen aus 73 Ländern sammelte, zeigt, dass soziale und wirtschaftliche Einschränkungen die Verwirklichung von Zielen oft behindern. Bernabeu erklärte, die Herausforderung bestehe nicht darin, sich zwischen Karriere und Familie entscheiden zu müssen, sondern die echte Chance zu haben, beides zu verfolgen. Sie unterstrich zudem, dass die junge und wachsende Bevölkerung der Philippinen eine wesentliche Grundlage für das langfristige Wirtschaftswachstum und die nationale Entwicklung darstelle.
Der stellvertretende Exekutivdirektor der CPD, Lolito Tacardon, erläuterte anhand der Longitudinal Cohort Study on the Filipino Child, die vom UNFPA unterstützt wird, die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Unterstützung über alle Lebensphasen hinweg. Die Daten zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Während im Alter von 10 Jahren noch 98 Prozent der philippinischen Kinder eingeschult waren, sank dieser Anteil mit 18 Jahren auf 89 Prozent. Als Gründe für den Rückgang wurden finanzielle Engpässe, Erwerbstätigkeit, Teenager-Schwangerschaften und frühe Lebensgemeinschaften genannt.
Tacardon plädierte für einen lebensphasenorientierten Ansatz, bei dem Investitionen in der frühen Kindheit die Grundlage für bessere Ergebnisse in Bildung, Gesundheit und Berufswelt im späteren Leben legen. Da sich die Philippinen zu einem Land mit mittlerem Einkommen entwickeln, müsse die Politik Bedingungen schaffen, unter denen jeder junge Filipino sein volles Potenzial ausschöpfen kann.
Im Rahmen des Forums fand zudem die „Youth Futures Conversation“ statt. Experten aus den Bereichen Transport, Gesundheitswesen, Sport und Jugendführung teilten ihre Erfahrungen und ermutigten die Teilnehmer zu Resilienz, lebenslangem Lernen und informierten Entscheidungen. Regierungsbehörden und Entwicklungsorganisationen bekräftigten abschließend ihre Verpflichtung, die Investitionen in Bildung, soziale Sicherung und die Teilhabe der Jugend zu stärken.