Gesundheit: La Union

ITRMC stärkt Überweisungssystem für Schwangere in abgelegenen Regionen

In abgelegenen Regionen La Unions drohen Schwangerschaften oft zu lebensbedrohlichen Notfällen zu werden, weil Frauen aufgrund langer Anfahrtswege erst spät medizinische Hilfe erhalten. Um diese gefährlichen Zeitverzögerungen zu überbrücken, hat das Ilocos Training and Regional Medical Center (ITRMC) in San Fernando City ein gemeinschaftsbasiertes Überweisungssystem gestärkt.

ITRMC takes maternal care beyond hospital walls
Bild: PIA - ITRMC takes maternal care beyond hospital walls

Das Ziel der Initiative ist es, Risikoschwangerschaften frühzeitig zu erkennen und betroffene Frauen rechtzeitig an Spezialisten zu überweisen. Dazu verbindet das Netzwerk Gesundheitshelfer auf Dorfebene, ländliche Gesundheitseinrichtungen, Distriktkrankenhäuser und medizinische Fachärzte miteinander.

Das Projekt baut auf einem Programm des Gesundheitsministeriums (Department of Health) auf, das bereits 2011 ins Leben gerufen wurde. Damals stand die Senkung der Mütter- und Neugeborenensterblichkeit durch die Schulung lokaler Gesundheitskräfte im Fokus. Das ITRMC erkannte jedoch, dass Schulungen allein nicht ausreichen, um den Zugang zu spezialisierter Versorgung zu beschleunigen.

Daher wurde ein Mechanismus geschaffen, der es Ärzten, Pflegekräften und Hebammen in lokalen Einrichtungen ermöglicht, Fachärzte des Krankenhauses zu konsultieren und den Transfer von Patienten, die eine höhere Versorgungsstufe benötigen, koordiniert zu organisieren. Diese Bemühungen wurden 2018 intensiviert, als Gesundheitskräfte in San Gabriel, La Union, ihre Arbeit ausweiteten, um schwangere Frauen in geografisch isolierten Gemeinschaften zu erreichen.

Female doctor supporting smiling male patient in clinicpaegagz
Symbolbild: Envato

Hebammen und lokale Gesundheitshelfer wurden mobilisiert, um werdende Mütter, vor allem solche mit Risikoschwangerschaften, zu identifizieren, regelmäßig zu überwachen und ihnen den Zugang zu Gesundheitsdiensten zu erleichtern. Dieser Ansatz wurde inzwischen auch auf die Gemeinden Bangar und Sudipen ausgeweitet.

Dr. Celia Lubiano, Leiterin der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie am ITRMC, betont, dass die Initiative auf langjährigen Erfahrungen basiert. Viele Todesfälle unter Müttern seien darauf zurückzuführen, dass Komplikationen zu spät erkannt wurden oder der Weg zu geeigneten Einrichtungen und die rechtzeitige Behandlung zu lange dauerten.

Durch die Stärkung der Verbindung zwischen den Gemeinden und den Gesundheitsdienstleistern soll das koordinierte Überweisungssystem dazu beitragen, vermeidbare Todesfälle zu reduzieren. In Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, ländlichen Gesundheitszentren und Hebammen soll das Netzwerk künftig noch mehr unterversorgte Gemeinschaften erreichen, einschließlich indigener Völker und anderer unterversorgter Bevölkerungsgruppen.