Investitionen in philippinische Sonderwirtschaftszonen erreichen 72 Prozent des Jahresziels
EditDie philippinische Behörde für Sonderwirtschaftszonen (Philippine Economic Zone Authority, PEZA) hat in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 bereits Investitionszusagen in Höhe von 216,46 Milliarden PHP verzeichnet. Damit wurden 72,16 Prozent des für das Gesamtjahr angestrebten Ziels von 300 Milliarden PHP erreicht, wie aus einem aktuellen Investitionsbericht der Behörde hervorgeht.
In einer Vorstandssitzung am 20. August 2026, die unter dem Vorsitz der Handelsministerin und PEZA-Vorsitzenden Cristina A. Roque stattfand, wurden 22 neue Projekte sowie Erweiterungsvorhaben im Gesamtwert von 64,565 Milliarden PHP genehmigt. Allein im Monat August stieg das Volumen der genehmigten Investitionen im Vergleich zum Vorjahresmonat, in dem 14,872 Milliarden PHP bewilligt worden waren, um massive 334,13 Prozent an.
Handelsministerin Roque erklärte, dass das Erreichen von mehr als 72 Prozent des Jahresziels innerhalb von nur acht Monaten zeige, dass sich das Vertrauen der Investoren in die Philippinen in konkrete Verpflichtungen verwandle. Es sei nun die Aufgabe der Behörde, diese Projekte zügig voranzutreiben, damit die wirtschaftlichen Vorteile die philippinischen Arbeitnehmer und die lokalen Gemeinschaften erreichen.
Der Generaldirektor der PEZA, Tereso O. Panga, wertete die Ergebnisse als deutliches Zeichen für die Fähigkeit des Landes, sich um hochwertige Investitionen zu bewerben. Durch die bereits genehmigten 216,46 Milliarden PHP werde die Produktions- und Exportkapazität gestärkt, was zur Schaffung von Arbeitsplätzen und einer tieferen Integration in globale Wertschöpfungsketten beitragen solle. Die Behörde plane, dieses Momentum beizubehalten, um das Vertrauen der Investoren in nachhaltige wirtschaftliche Chancen für die Bevölkerung umzuwandeln.
Betrachtet man den Zeitraum von Januar bis August, so genehmigte der PEZA-Vorstand insgesamt 196 neue Projekte oder Erweiterungen. Dies entspricht einer Steigerung von 9,5 Prozent gegenüber den 179 Projekten im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Investitionssumme von 216,466 Milliarden PHP markiert einen Zuwachs von 104,53 Prozent gegenüber den 105,834 Milliarden PHP des Vorjahreszeitraums. Von diesen Vorhaben werden voraussichtlich Exporte im Wert von 6,604 Milliarden USD generiert und 26.994 direkte Arbeitsplätze landesweit geschaffen.
Der Sektor der verarbeitenden Industrie führt das Portfolio mit 80 der 196 Projekte an. Weitere Genehmigungen entfielen auf die Entwicklung von Wirtschaftszonen (31), IT-Business-Process-Management (30), Anlagenbau (19), Logistik (15), Projekte für den Inlandsmarkt (15), Tourismus (4) sowie Versorgungsunternehmen (2). Geografisch konzentrieren sich 161 Projekte auf Luzon, 23 auf die Visayas und 12 auf Mindanao. Als wichtigste Herkunftsländer der Investitionen gelten die Philippinen selbst, gefolgt von den Niederlanden, Südkorea, Singapur und Taiwan.
Besondere Bedeutung kommt 34 Großprojekten zu, die von der PEZA als Big-Ticket-Investitionen klassifiziert wurden und einen Gesamtwert von 193,713 Milliarden PHP aufweisen. Davon wurden allein im August neun Projekte im Wert von 62,05 Milliarden PHP bewilligt. Zu diesen zählen unter anderem zwei Anlagenbetriebe in Tarlac mit einem kombinierten Investitionsvolumen von 35,39 Milliarden PHP sowie zwei Projekte für die Elektronik- und Halbleiterfertigung in Laguna, die jeweils mehr als 3 Milliarden PHP kosten. Zudem ist in Tarlac ein exportorientiertes Unternehmen für den Inlandsmarkt mit mindestens 1 Milliarde PHP geplant. Vier Projekte zur Entwicklung von Wirtschaftszonen im Wert von insgesamt 22,39 Milliarden PHP sind in Cavite, Bataan, Davao del Sur und Cebu vorgesehen.
Parallel zu den Investitionszusagen verzeichneten die aktiven Wirtschaftszonen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 tatsächliche Exporte in Höhe von 32,89 Milliarden USD, was einem Anstieg von 2,35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Zahl der direkt Beschäftigten in diesen Zonen belief sich im ersten Halbjahr auf 1,82 Millionen Personen, ein Zuwachs von 1,56 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Um das angestrebte Jahresziel von 300 Milliarden PHP zu erreichen, müssen in den verbleibenden vier Monaten des Jahres noch 83,534 Milliarden PHP an Investitionen gesichert werden. Die PEZA, die dem Handelsministerium unterstellt ist und auf Basis des Special Economic Zone Act von 1995 zur Förderung von Investitionen und zur Verwaltung von Anreizen geschaffen wurde, setzt hierfür auf fortgesetzte Handelsmissionen und gezielte Partnerschaften. Dabei sollen verstärkt Projekte in den Bereichen grüne Industrien, fortschrittliche Technologien und andere hochwertige Sektoren akquiriert werden.





