Gesellschaft

Indigene Gemeinschaft in Subic verteidigt provisorische Mülldeponie als Notmaßnahme

Führende Vertreter der indigenen Ambala-Gemeinschaft und des Barangay Naugsol haben die Einrichtung einer provisorischen Mülldeponie in Sitio Tibag Naugsol, Subic (Zambales), verteidigt. Wie die Vertreter am Sonntag, den 19. Juli, erklärten, wurde die Fläche lediglich als Notfallmaßnahme während der COVID-19-Pandemie genutzt. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit Landbesitzern, Stammesältesten und lokalen Beamten getroffen worden.

Excited family volunteers celebrating their garbage collection efforts in a parknateemee
Symbolbild: Envato

Der Ambala-Häuptling Francis Santos erläuterte, dass die Gemeinschaft im Jahr 2020 der vorübergehenden Nutzung eines Landabschnitts zur Abfallentsorgung zugestimmt habe. Dies sei eine humanitäre Reaktion auf die damaligen Einschränkungen gewesen. Da Reisebeschränkungen den Transport von kommunalem Abfall zu zertifizierten Entsorgungsanlagen außerhalb der Provinz Zambales erschwerten, habe man der lokalen Regierung entgegenkommen wollen. Die Vereinbarung sei nie als dauerhafte Deponie geplant gewesen, sondern nur für die Dauer des Gesundheitsnotstands.

Barangay-Kapitän Jonnel Serrano bestätigte diesen Ablauf. Die Stadtverwaltung von Subic sei im März 2020 auf das Barangay zugekommen, nachdem der Abtransport nach Pampanga und Bataan aufgrund der Pandemie-Beschränkungen unmöglich geworden war. Die Konsultationen hätten sowohl die Familie Tenoria, die das Grundstück bewohnte, als auch die Ambala-Gemeinschaft einbezogen, da das Gebiet zu ihrem angestammten Territorium gehört. Die Notfallmaßnahme begann laut Serrano am 20. März 2020.

Das Umweltministerium (Department of Environment and Natural Resources, DENR) hatte die Schließung des Standorts angeordnet, nachdem dieser als illegale Deponie eingestuft worden war. Serrano gab an, dass das Gelände seit der Schließung nicht mehr genutzt wird und Wachpersonal eingesetzt wurde, um weiteres Ablagern zu verhindern, während Sanierungsarbeiten vorbereitet werden. Auch Häuptling Santos betonte, dass der Bereich bereits geschlossen sei und er hoffe, dass das Land für die Landwirtschaft rehabilitiert werden kann.

Bezüglich möglicher Umweltschäden wies Santos Vorwürfe zurück, dass benachbarte indigene Siedlungen direkt betroffen seien. Die nächsten Wohngebiete lägen mehr als einen Kilometer entfernt; es seien weder unangenehme Gerüche noch eine Verunreinigung der Hauptwasserquellen festgestellt worden. Die von der Gemeinschaft genutzten Flüsse seien zudem von der Deponie getrennt. Die Stammesführer forderten einen Dialog zwischen betroffenen Gruppen, NCIP und der Lokalregierung, um die Sanierung des Geländes zu unterstützen.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.