Impeachment-Verfahren: Gericht ordnet Vorladung von Finanzunterlagen gegen Sara Duterte an
Im Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat das zuständige Gericht am Montag, den 20. Juli 2026, der Anklage zugestimmt, die Bank- und Steuerunterlagen der Vizepräsidentin sowie ihres Ehemanns Mans Carpio und deren Unternehmen per Vorladung einzufordern. Die Entscheidung folgt auf einen intensiven Rechtsstreit, bei dem das Verteidigungsteam versuchte, die Herausgabe der Dokumente zu verhindern.
Die Vorladungen richten sich an Banken, das Finanzamt (Bureau of Internal Revenue, BIR) sowie den Rat zur Bekämpfung der Geldwäsche (Anti-Money Laundering Council, AMLC). Maßgeblich für die Entscheidung war die Argumentation des Akbayan-Abgeordneten und Staatsanwalts Chel Diokno. Er wies den Vorwurf einer sogenannten „Fangfrage“ oder einer haltlosen „Fischerei“ nach Beweisen zurück, indem er auf Berichte des AMLC verwies. Laut Diokno belegten Dokumente des AMLC, dass zwischen 2007 und dem aktuellen Zeitpunkt rund 6,7 Milliarden Pesos über die Konten von Duterte geflossen sind, wobei sowohl bestätigte als auch verdächtige Transaktionsmeldungen vorliegen.
Während der langwierigen Anhörung hinterfragten die Senatoren Alan Peter und Pia Cayetano die Positionen der Anklage und Verteidigung. Alan Peter Cayetano argumentierte, dass die AMLC-Berichte lediglich Geldflüsse und keine tatsächlichen Einkommen abbilden würden, weshalb eine direkte Verbindung zu den Bankkonten nicht unmittelbar gegeben sei. Zudem warf er der Anklage eine selektive Vorgehensweise vor und fragte, warum nicht auch ähnliche Untersuchungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. eingeleitet würden.
Diokno entgegnete, dass die Vorwürfe im Amtsenthebungsverfahren auf wesentlichen Fakten basieren. Es bestehe der Verdacht auf unerklärlichen Reichtum, der in keinem Verhältnis zum rechtmäßigen Einkommen stehe. Zudem wird der Vizepräsidentin vorgeworfen, Vermögenswerte nicht vollständig offengelegt und geschäftliche Interessen während ihrer Amtszeit nicht ordnungsgemäß abgelegt zu haben.
Die Mitglieder des Anklagepanels zeigten sich nach dem Beschluss positiv gestimmt. Die Abgeordnete Leila de Lima lobte Dioknos juristische Präzision und betonte, dass das Gericht seine verfassungsmäßige Autorität gegenüber geltenden Vertraulichkeitsbestimmungen wahrgenommen habe. Auch Terry Ridon, Abgeordneter für Bicol Saro, bezeichnete das Urteil als einen Sieg für die Rechenschaftspflicht und die Wahrheit.
Quellen
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