Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin: Senator Tulfo mahnt zur Sachlichkeit
Im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat Senator Erwin Tulfo seine Kollegen dazu aufgerufen, persönliche Angelegenheiten aus den Sitzungen fernzuhalten. Am Montag, den 20. Juli 2026, betonte Tulfo, dass das Tribunal ausschließlich dazu einberufen wurde, Beweise und Argumente im Zusammenhang mit der Amtsenthebungsbeschwerde gegen Duterte zu prüfen.
Die jüngsten Sitzungen des Gerichts waren von Verteidigungsreden einzelner Mitglieder geprägt, die sich gegen Vorwürfe wehrten, die keinen Bezug zum eigentlichen Fall hatten. Diese Zeitverschwendung bezeichnete Tulfo als Ungerechtigkeit gegenüber der Angeklagten. Stattdessen sollten persönliche Verteidigungsreden oder die Klärung von Vorwürfen durch Behörden über andere Kanäle wie Pressekonferenzen, soziale Medien oder reguläre Senatssitzungen erfolgen.
Der Anlass für diese Debatte war eine Mitteilung von Senator Robin Padilla, der das Gericht darüber informierte, dass das Büro des Ombudsmanns ihm vorwirft, keine Gegendarstellung in einem Verfahren wegen Behinderung der Justiz eingereicht zu haben. Auch Senator Alan Peter Cayetano hatte zuvor Themen angesprochen, die mit dem Verfahren nicht unmittelbar verknüpft waren, darunter Vorwürfe einer Einschüchterung durch das National Bureau of Investigation (NBI).
Senator Vicente „Tito“ Sotto III unterstützte die Forderung nach einer strikten Trennung der Rollen und schlug vor, Manifestationen, die nicht das Impeachment-Verfahren betreffen, einschließlich der Äußerungen von Padilla, Tulfo und Cayetano, an den regulären Senat zu verweisen. Sotto verwies dabei auf seine 29-jährige Erfahrung als Gesetzgeber und forderte eine klare Unterscheidung zwischen der legislativen Funktion des Senats und seiner Rolle als Impeachment-Gericht.
Der Vorsitzende des Impeachment-Gerichts, Francis „Chiz“ Escudero, stimmte der Aufforderung zu und erklärte, dass Anliegen, die Senatoren in ihrer Eigenschaft als Gesetzgeber betreffen, nach der Wiederaufnahme der regulären Sitzungen behandelt werden sollten. Dies sei nach der staatlichen Lageversammlung (State of the Nation Address) der Fall. Escudero räumte jedoch ein, dass die aktuelle Unterbrechung der Senatssitzungen den Mitgliedern kaum andere Möglichkeiten ließen, öffentliche Stellungnahmen abzugeben. Er hoffte, dass die Senatoren ab der kommenden Woche die richtigen Foren nutzen würden, um ihre Anliegen als Senatoren und nicht als Richter des Impeachment-Gerichts vorzubringen.
Quellen
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