Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin: Forderung nach Einsicht in Finanzunterlagen
Im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte wird die Forderung nach einer Vorladung ihrer Finanzunterlagen lauter. Der Abgeordnete Terry Ridon (Bicol Saro) äußerte sich am Samstag bei einem News-Forum in Quezon City zuversichtlich, dass die Anklage das Impeachment-Gericht des Senats davon überzeugen kann, Bank- und Steuerunterlagen der Vizepräsidentin offenzulegen.
Ridon begründete dies mit der Verfassung, die dem Senat das Recht einräume, Dokumente und Personen zur Wahrheitsfindung vorzuladen. Er betonte, dass dieses verfassungsrechtliche Mandat Vorrang vor gewöhnlichen Gesetzen oder Vertraulichkeitsbestimmungen habe. Laut Ridon dürften Geheimhaltungsvorschriften die Ermittlungen nicht behindern. Er verwies zudem darauf, dass das Bankgeheimnis im Falle eines Impeachment-Verfahrens klare Ausnahmen vorsehe.
Die Verteidigung unter der Leitung von Michael Poa lehnt die Vorladung ab. Er bezeichnete das Vorgehen als eine sogenannte „Fangfrage“, mit der lediglich versucht werde, belastendes Material zu finden. Zudem argumentierte Poa, dass die Offenlegung gegen das Recht auf Privatsphäre, das ordnungsgemäße Verfahren und gesetzliche Vertraulichkeit verstoßen würde.
Dem hielt Ridon entgegen, dass es sich nicht um eine haltlose Suche handle, da bereits Transaktionen in Höhe von 6,7 Milliarden Pesos im Zusammenhang mit der Vizepräsidentin und ihrem Ehemann von Banken gemeldet worden seien. Es sei zudem notwendig, die Finanzdaten bereits aus der Zeit vor ihrem Amt als Vizepräsidentin zu prüfen, etwa aus ihrer Tätigkeit als Bürgermeisterin von Davao City -, um eine verlässliche Grundlage für die Bewertung ihres Vermögens zu haben.
Ein SALN der Vizepräsidentin für den Zeitraum von 2019 bis 2024. In diesen habe sie angegeben, über kein Bargeld oder Bankguthaben zu verfügen. Sollten die Konten jedoch Geld ausweisen, läge ein Verstoß gegen die Meldepflicht und somit ein Grund für eine Amtsenthebung wegen Vertrauensbruchs vor, so Ridon.
AMLC und BIR wird gefordert. Ridon wies die Einwände der Verteidigung zurück, diese Dokumente seien nicht absolut geheim und der Austausch zwischen Behörden sei gesetzlich vorgesehen. Das Gericht hat die Entscheidung über die Vorladung bis Montag, den 20. Juli, vertagt, um die Argumente beider Seiten zu prüfen.