Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin Duterte: Anklagegruppe betont Beweislast
Das Anklagegremium des Repräsentantenhauses hat klargestellt, dass die steigenden Beliebtheitswerte von Vizepräsidentin Sara Duterte keinen Einfluss auf das laufende Amtsenthebungsverfahren haben werden. Laut dem Sprecher der Anklagegruppe, Ace Barbers, werde das Verfahren ausschließlich auf der Grundlage von Beweisen und nicht nach der öffentlichen Meinung entschieden.
Diese Stellungnahme erfolgte nach der Veröffentlichung der Umfrage des Instituts Social Weather Stations (SWS) für das zweite Quartal 2026. Die Umfrage ergab für Duterte eine positive Netto-Zufriedenheitsrate von +31 Prozent, was den höchsten Wert unter den befragten Regierungsvertretern darstellt. Damit stieg ihr Wert im Vergleich zu +29 Prozent im März leicht an.
Barbers betonte, dass das Impeachment ein verfassungsrechtlicher Prozess sei. Die Senatoren, die in diesem Verfahren als Richter fungieren, müssten die vorgelegten Beweise beider Seiten abwägen. Öffentliche Umfragen könnten weder Schuld noch Unschuld feststellen; entscheidend sei die Stärke der Argumente vor dem Senatsgericht. Er beschrieb das Verfahren zudem als einen sorgfältigen juristischen Prozess, der es der Öffentlichkeit ermögliche, die Sachverhalte zu verstehen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Die landesweite SWS-Umfrage, die vom 20. bis 29. Juni durch persönliche Interviews mit 1.200 Erwachsenen durchgeführt wurde, zeigte zudem regionale Unterschiede in der Unterstützung für die Vizepräsidentin. Während sie in Mindanao mit einer exzellenten Bewertung von +84 Prozent ihre stärkste Basis hat, lag ihr Wert in den Visayas bei +36 Prozent, in Luzon bei +10 Prozent und in Metro Manila bei lediglich +3 Prozent. Unter Frauen verbesserte sich ihre Bewertung von +28 auf +33 Prozent, während sie bei Männern unverändert bei +29 Prozent blieb.
Quellen
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.