Politik: Landesweit

Impeachment-Gericht fordert Stellungnahmen von Anklägern im Verfahren gegen Sara Duterte

Das Impeachment-Gericht des Senats hat am Mittwoch, den 16. September 2026, Anordnungen zur Stellungnahme gegen mehrere Mitglieder des Anklagepanels aus dem Repräsentantenhaus erlassen. Den Mitgliedern wird vorgeworfen, im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte gegen die Sub-Judice-Regel verstoßen zu haben.

Vice President Sara Duterte
Quelle: Google

Der vorsitzende Richter Francis Escudero gab diesen Schritt am Ende des 26. Verhandlungstages bekannt. Er wies den Gerichtsschreiber an, die entsprechenden Anordnungen an die betroffenen Staatsanwälte zuzustellen. Escudero erklärte, dass die Maßnahme in Übereinstimmung mit einer Richtlinie des Gerichts vom 26. August 2026 erfolgt, die eine strikte Durchsetzung der Regel 18 der Verfahrensordnung bezüglich der Sub-Judice-Regel vorsieht.

Bei der Bekanntgabe nannte Escudero weder die Namen der betroffenen Ankläger noch die spezifischen Aussagen, die die Anordnungen ausgelöst haben. Die Sub-Judice-Regel wurde vom Gericht bereits am 26. August verschärft. Diese Regel untersagt es den am Verfahren beteiligten Parteien, öffentlich über die inhaltlichen Details des Falles zu kommentieren. Davon betroffen sind sowohl das Anklage- als auch das Verteidigungsteam, die Zeugen, die Beschuldigte Sara Duterte sowie die Senatoren in ihrer Funktion als Richter.

Das Gericht wendet gegen Verstöße eine sogenannte Zwei-Strafen-Regelung an. Ein erster Verstoß kann eine öffentliche Rüge sowie eine Warnung zur Folge haben. Bei einem erneuten Verstoß droht eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Pesos pro Vergehen. Darüber hinaus kann das Gericht gegen wiederholte Täter weitere Einschränkungen im Verfahren verhängen, wie etwa ein Verbot zu sprechen, Einwände zu erheben oder Zeugen im Senat zu befragen.