Gesundheit

Iloilo verschärft Kontrollen gegen Afrikanische Schweinepest

In der philippinischen Provinz Iloilo bleiben neun Gemeinden aufgrund der Afrikanischen Schweinepest weiterhin in der sogenannten „roten Zone“. Diese Gemeinden umfassen Pototan, Dueñas, Balasan, Carles, San Dionisio, Badiangan, Maasin, Barotac Nuevo und Mina.

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Symbolbild: Envato

Um die Erholung der Schweineindustrie zu beschleunigen und eine weitere Ausbreitung des hochinfektiösen Virus zu verhindern, hat die Provinzregierung unter Gouverneur Arthur Defensor Jr. die Überwachungs- und Biosicherheitsmaßnahmen verschärft. Mit der Durchsetzung der Exekutivverordnung (Executive Order) Nr. 091 setzt die Verwaltung auf eine Kombination aus strenger Überwachung, obligatorischen Tests und erweiterten Dokumentationspflichten für alle Warenlieferungen.

Trotz der anhaltenden Bedrohung erlaubt die Provinz den Import von lebenden Schweinen, Schweinefleisch und Fleischprodukten aus anderen Regionen. Gouverneur Defensor erklärte dazu, dass eine vollständige Isolation von ASF-betroffenen Gebieten nicht mehr praktikabel sei und der Warenverkehr zur Sicherung der Lebensmittelversorgung nicht unterbunden werden dürfe.

Stattdessen wird ein Farbsystem zur Steuerung der Maßnahmen genutzt. Alle Lieferungen müssen strenge veterinärmedizinische Prüfungen durchlaufen und unter anderem Gesundheitszertifikate sowie Versandgenehmigungen des Bureau of Animal Industry vorweisen können. Zudem führt die Provinz stichprobenartige Tests durch, um sicherzustellen, dass die Herkunft der Tiere als ASF-frei zertifiziert ist.

Ein positiver Trend ist in 19 Gemeinden zu verzeichnen, die von der roten in die „rosa Zone“ herabgestuft wurden. Dazu gehören unter anderem Santa Barbara, San Miguel, Banate, Barotac Viejo, Batad, Concepcion, Dingle, Mina, New Lucena, Oton, Ajuy, Lambunao, Janiuay, Zarraga, Leganes, Dumangas, Estancia, San Enrique und San Joaquin.

Die Provinz verzeichnet bereits erste Erfolge bei der Wiederaufnahme der Schweinehaltung: Laut Provinzdaten haben 116.941 Kleinhaltungsbetriebe und 10.395 semi-kommerzielle Betriebe den Betrieb wieder aufgenommen, was zu einem aktuellen Bestand von 127.336 Schweinen geführt hat. Gleichzeitig appelliert der Gouverneur über die „TaHuM“-Kampagne an die Tierhalter, die Biosicherheit durch Desinfektion von Anlagen und Fahrzeugen sowie hygienische Fütterung zu erhöhen.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen völlig harmlos, führt bei Schweinen jedoch oft zu einer Sterblichkeitsrate von bis zu 100 Prozent.

Quellen