Gesellschaft: Iloilo

Iloilo City: Wissenschaftler schlagen Erweiterung des Küstenschutzgesetzes vor

In Iloilo City gibt es Bestrebungen, die Strategie zum Schutz der Küstengebiete grundlegend zu verändern. Ziel ist es, den Fokus von einer reinen Konzentration auf Mangrovenwälder auf einen breiteren, wissenschaftlich fundierten Ansatz zu lenken, der verschiedene Ökosysteme miteinbezieht. Ein Wissenschaftler schlägt vor, die kürzlich verabschiedete Verordnung zur Küsten-Grüngürtelzone (Coastal Greenbelt Zone, CGZ) umfassend zu überarbeiten.

CoverPhoto_DSWD brings livelihood disaster aid to remote Guimaras island villages
Bild: PIA - CoverPhoto_DSWD brings livelihood disaster aid to remote Guimaras island villages

Rex Sadaba, Professor an der Abteilung für Biologische Wissenschaften der University of the Philippines Visayas, erarbeitet derzeit diese Änderungen als Teil der Durchführungsbestimmungen der Verordnung. Sein Vorschlag basiert auf dem Prinzip „Das richtige Ökosystem am richtigen Ort“. Anstatt überall die gleiche Vegetation vorzuschreiben, sollen Wiederaufforstungsmaßnahmen auf den natürlichen Eigenschaften der jeweiligen Küstenlinie und den dort heimischen Arten basieren. Die geplanten Änderungen würden den rechtlichen Rahmen der CGZ erheblich erweitern.

Neben Mangrovenwäldern sollen künftig auch Strandwälder, Ufervegetation, Ästuarräume, Küstenfeuchtgebiete, Dünenvegetation und heimische urbane Küstenwälder unter den Schutz fallen. Sadaba möchte zudem das Konzept eines „Küsten-Grüngürtel-Ökosystems“ rechtlich verankern. Dieses soll als vernetztes System aus Lebensräumen fungieren, das zur Stabilisierung der Küsten, zum Erhalt der Artenvielfalt, zur Kohlenstoffspeicherung und zur Katastrophenvorsorge beiträgt.

Ein wesentlicher Punkt der Reform ist die Flexibilisierung der Pufferzonen. Während die Verordnung derzeit einen starren 100-Meter-Gürtel ab der mittleren Hochwasserlinie vorschreibt, plädiert Sadaba für eine Breite, die auf ökologischen Bewertungen und der Beschaffenheit der Küste basiert. In dicht besiedelten Gebieten könnten so Alternativen wie lineare Parks oder bepflanzte Pufferzonen realisierbar werden. Zur fachlichen Begleitung soll zudem ein wissenschaftlicher Beirat aus Experten für Küstenökologie und Botanik eingerichtet werden.

Der Verfasser der Verordnung, Stadtrat Romel Duron, bestätigte, dass bestimmte Gebiete wie die Villa Baybay im Distrikt Arevalo derzeit noch nicht unter den Schutz der CGZ fallen, da der Fokus aktuell auf Mangroven liegt. Er erklärte, dass man die Möglichkeit einer Erweiterung prüfe. Da die Villa Baybay ein Sandstrand ist, wäre eine Pflanzung von Mangroven dort wissenschaftlich nicht sinnvoll, da diese schlammige, wassergesättigte Böden benötigen.