Ilocos-Region bündelt Kräfte zur Vermeidung von Ertrinkungsunfällen
Um Ertrinkungsunfälle zu verhindern, haben Regierungsbehörden, lokale Verwaltungseinheiten und internationale Lebensrettungsorganisationen in der Ilocos-Region eine Zusammenarbeit initiiert. Die Initiative soll als Modell für sicherere Küsten- und Binnengemeinden in ganz den Philippinen dienen.
Im Mittelpunkt dieser Kooperation stand die Weltkonferenz zur Ertrinkungsprävention am 20. Juli 2026 an der Don Mariano Marcos Memorial State University-North La Union Campus in Bacnotan, La Union. Unter dem Motto „Jeder kann ertrinken. Niemand sollte es. Vereint für die Ertrinkungsprävention“ bot die von der Lokalregierung Bacnotan ausgerichtete Konferenz eine Plattform, um lokale Sicherheitsrichtlinien zu stärken, die Notfallreaktion zu verbessern und das Bewusstsein in der Gemeinschaft zu fördern.
Daten der Behörde für Inneres und DILG verdeutlichen die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Jonathan Paul M. Leusen Jr., der Regionaldirektor des DILG in Ilocos, gab bekannt, dass die Behörde zwischen 2022 und 2025 insgesamt 280 Ertrinkungsfälle in der Region verzeichnete. Dabei wies Pangasinan mit 146 Fällen die höchste Zahl auf, gefolgt von La Union mit 65, Ilocos Norte mit 38 und Ilocos Sur mit 31 Fällen. Statistisch gesehen waren 81,4 Prozent der Opfer männlich, wobei die Altersgruppe der 25- bis 59-Jährigen am stärksten betroffen war.
Aufgrund dieser Zahlen verstärken die regionalen Behörden und lokalen Verwaltungen ihre Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem die Durchsetzung eines Alkoholverbots in gefährdeten Küsten- und Binnengewässern während der Feiertage, die Einrichtung obligatorischer Rettungsschwimmerstationen sowie die Ausweitung von Aufklärungskampagnen zur Wassersicherheit.
Die Konferenz brachte zudem eine Vielzahl von Partnern zusammen, darunter Surf Life Saving Australia, das Southeast Asian Lifesaving Network, das Office of Civil Defense, das DOH, die Technical Education and Skills Development Authority (TESDA) sowie die Philippine Information Agency (PIA). Als Teil der Initiative erhielten sieben Küstengemeinden (Barangays) motorisierte Rettungsbretter, um die Notfallreaktion in besonders gefährdeten Gebieten zu verbessern.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen werden durch bestehende Provinzverordnungen ergänzt. In La Union und Ilocos Norte sind Betreiber von Resorts und Schwimmanlagen verpflichtet, zertifizierte Rettungsschwimmer und entsprechende Ausrüstung bereitzustellen; bei Verstößen drohen Strafen. Bürgermeister Divine Fontanilla von Bacnotan betonte, dass die Initiative eine kollektive Verpflichtung darstelle, Leben vor vermeidbaren Tragödien zu schützen.
Die Konferenz schloss mit einem mehrsektoralen Bündnis der teilnehmenden Organisationen ab, um die Zusammenarbeit durch politische Reformen, Schulungen und eine verbesserte Notfallvorsorge dauerhaft zu festigen. Angesichts der geografischen Lage der Philippinen als Archipel mit tausenden Küsten- und Binnengemeinden wird die Zusammenarbeit in der Ilocos-Region als wichtiger Schritt zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegen solche Katastrophen gesehen.