Höhere Rentenzahlungen senken Nettoeinkommen des SSS im ersten Halbjahr
EditDas staatliche Sozialversicherungssystem der Philippinen, das Social Security System (SSS), verzeichnete im ersten Halbjahr einen Rückgang des Nettoeinkommens um 27,8 Prozent. Laut aktuellen Finanzberichten des Rentenfonds sank der Nettogewinn bis Ende Juni auf 48 Milliarden Pesos, verglichen mit 66,5 Milliarden Pesos im Vorjahreszeitraum.
Dieser Rückgang ist primär auf einen massiven Anstieg der Ausgaben zurückzuführen, die insgesamt um 26,8 Prozent auf 206,8 Milliarden Pesos kletterten. Maßgeblich hierfür waren die Rentenzahlungen, die um 19 Prozent auf 173,5 Milliarden Pesos anstiegen. Ein wesentlicher Faktor für die höheren Ausgaben ist die Einführung der ersten jährlichen Rentenerhöhung durch das SSS, die schrittweise bis zum Jahr 2027 umgesetzt wird. Im Rahmen dieses Programms sollen Renten für Altersvorsorge und Erwerbsunfähigkeit bis 2027 kumulativ um 33 Prozent steigen, während Renten für Hinterbliebene um insgesamt 16 Prozent erhöht werden. Neue Anpassungen sind jeweils für den September geplant.
Zusätzlich beeinflussten geopolitische Faktoren die Ausgabenstruktur: Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten vorgezogen, wurde die Auszahlung der zweiten Tranche bereits im Juni gestartet. Dies führte bis August zu zusätzlichen Rentenzahlungen in Höhe von etwa 6 Milliarden Pesos.
Die gestiegenen Kosten übertrafen die Zuwächse bei den Einnahmen. Zwar stiegen die Mitgliederbeiträge um 6,9 Prozent auf 200,3 Milliarden Pesos und die Erträge aus Investitionen kletterten um 37,6 Prozent auf 33,2 Milliarden Pesos, doch reichten diese Steigerungen nicht aus, um den Anstieg der Gesamtausgaben zu kompensieren. Neben den Renten stiegen auch die Personalkosten um 8,8 Prozent auf 4,3 Milliarden Pesos sowie die Instandhaltungs- und Betriebskosten um 10 Prozent auf 1,5 Milliarden Pesos. Zudem verzeichnete das SSS nicht zahlungswirksame Aufwendungen in Höhe von 27,4 Milliarden Pesos, was mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr darstellt.
Trotz des Gewinnrückgangs konnte das SSS seine Bilanz stärken. Die Gesamtvermögen des Instituts wuchsen bis Ende Juni um 17,3 Prozent auf insgesamt 1,3 Billionen Pesos.




