Gesundheit: Iloilo

Hohe Rate an Schwangerschaften bei Jugendlichen in Western Visayas beunruhigt Behörden

In der philippinischen Region Western Visayas sorgt eine hohe Rate an Schwangerschaften unter Jugendlichen für Besorgnis. Laut Daten der Kommission für Bevölkerung und Entwicklung (CPD-6) liegt die Rate der Schwangerschaften bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 10 bis 19 Jahren bei 9,8 Prozent.

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Symbolbild: Envato

Die statistischen Details der CPD-6 verdeutlichen die Problematik: Bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren haben bereits 5,6 Prozent Kinder bekommen, wobei dieser Anteil bei den 18-Jährigen auf 8,4 Prozent ansteigt. Betrachtet man die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen, so waren 10,7 Prozent der jungen Menschen bereits schwanger oder haben jemanden schwanger gemacht; bei den Frauen dieser Altersgruppe liegt der Wert sogar bei 14,4 Prozent. Während die Geburtenraten bei den älteren Jugendlichen (15 bis 19 Jahre) im Vergleich zu 2019 gesunken sind, verzeichneten die Geburten bei den jüngsten Mädchen (10 bis 14 Jahre) zwischen 2019 und 2022 einen Anstieg von 85 auf 111 Fälle, bevor sie 2023 leicht auf 103 zurückgingen.

Harold Alfred Marshall, Direktor der CPD-6, bezeichnete diesen Wert als alarmierend, da das erklärte Ziel der Behörden eine Rate von null Schwangerschaften unter Jugendlichen in der Region und im ganzen Land sei. Marshall betonte, dass Schwangerschaften im Jugendalter häufig die Bildung und die beruflichen Chancen einschränken, was das Risiko erhöht, dass Familien in einem Kreislauf der Armut gefangen bleiben.

Zur Bekämpfung dieses Problems setzt die CPD-6 auf familienzentrierte Maßnahmen und die Förderung verantwortungsvoller Elternschaft. Ein Teil der Strategie ist die digitale Plattform „AHlam Na! 3.0“, eine App, die jungen Menschen altersgerechte und evidenzbasierte Informationen zu Bevölkerungs- und Entwicklungsfragen über digitale Kanäle bereitstellt. Die Bekämpfung von Schwangerschaften im Jugendalter ist seit 2021 eine nationale Priorität der Philippinen.

Durch die Exekutivverordnung Nr. 141 wurden Regierungsbehörden angewiesen, Maßnahmen gegen die sozialen und wirtschaftlichen Ursachen zu ergreifen, wobei die CPD die nationale Leitung übernimmt. Zudem schreibt das Gesetz zur verantwortungsvollen Elternschaft und reproduktiven Gesundheit (Republic Act 10354) eine altersgerechte Aufklärung in Schulen sowie den Zugang zu Familienplanung vor. Roilo Vincent Laguna, ein Programmbereichsleiter der CPD-6, erklärte ergänzend, dass eine Schwangerschaft nicht das Ende der Zukunft eines jungen Menschen bedeuten dürfe. Die Behörde arbeite daher mit Schulen, lokalen Verwaltungen und anderen Akteuren zusammen, um junge Eltern durch Bildungs- und Unterstützungsangebote zu begleiten.