Politik: Metro Manila

Haftbefehl gegen Vizepräsidentin Sara Duterte erlassen

Am Freitag wurde gegen die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte ein Haftbefehl wegen schwerer Drohungen erlassen. Das Regionalgericht in Quezon City (Branch 98) ordnete die Festnahme in drei einzelnen Fällen an, wobei für jeden der Vorwürfe eine Kaution in Höhe von 120.000 Pesos festgesetzt wurde.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Die rechtlichen Schritte basieren auf Äußerungen, die Duterte im November 2024 während einer Online-Pressekonferenz getätigt hatte. Damals erklärte sie, sie habe jemanden beauftragt, Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos sowie den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu töten, falls sie selbst getötet würde. Aufgrund dieser Aussagen reichte das Justizministerium (Department of Justice) drei Anklagen wegen schwerer Drohungen gegen die Vizepräsidentin ein.

Das Präsidentenpalast (Malacañang) reagierte auf die Entscheidung des Gerichts mit einer neutralen Stellungnahme. Die Palastsprecherin Claire Castro erklärte, dass die Regierung die Entscheidungen und Anweisungen des Gerichts respektiere. Zuvor hatte das Umfeld von Duterte versucht, die Verfahren abzuweisen, wobei sie sich auf eine mangelnde Zuständigkeit des Gerichts beriefen.