Haftbefehl gegen Vizepräsidentin Sara Duterte wegen schwerer Drohungen erlassen
EditGegen die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte wurde ein Haftbefehl wegen schwerer Drohungen erlassen. Wie ihr Rechtsbeistand Paul Lawrence Lim am Freitag, den 4. September 2026, bestätigte, wurde der Beschluss durch das Regionalgericht von RTC gefällt.
Der Innenminister Jonvic Remulla teilte mit, dass das Anwaltsteam der Vizepräsidentin den Erhalt des Haftbefehls bereits bestätigt habe. Die Verteidigung plane, so schnell wie möglich Kaution zu hinterlegen, um die Freilassung zu erwirken. Das Gericht hat die Kaution auf insgesamt 360.000 Pesos festgesetzt, was einem Betrag von 120.000 Pesos für jeweils einen der drei Anklagepunkte entspricht.
Die rechtlichen Schritte basieren auf Aussagen, die Duterte im November 2025 während einer virtuellen Pressekonferenz tätigte. Dabei drohte sie damit, jemanden mit der Tötung von Präsident Ferdinand Marcos Jr., First Lady Liza Araneta Marcos und dem damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu beauftragen, sollte sie selbst getötet werden. Das National Bureau of Investigation (NBI) hatte im August die Anklage wegen schwerer Drohungen erhoben. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit dem Cybercrime Prevention Act (Republic Act Nr. 10175).
Laut den vorliegenden Informationen waren die Äußerungen eine Reaktion auf politische Spannungen. Hintergrund war eine Untersuchung des Haushaltsausschusses zu Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von Mitteln im Büro der Vizepräsidentin. In diesem Zuge wurde die Inhaftierung ihrer Stabschefin, Unterstaatssekretärin Zuleika Lopez, von einer Einrichtung des Repräsentantenhauses in das Correctional Institution for Women in Mandaluyong verlegt. Rechtsanwalt Lim betonte, dass Duterte trotz Fragen zur gerichtlichen Zuständigkeit nicht beabsichtige, dem Gesetz auszuweichen, und alle rechtlichen Mittel ausschöpfen werde.




