Geplante Gründung eines Virologie-Instituts soll Impfstoffversorgung sichern
EditDie Philippinen planen die Einrichtung eines nationalen Instituts für Virologie und Impfstoffe (Virology and Vaccine Institute of the Philippines), um die Unabhängigkeit des Landes bei Impfkampagnen zu stärken. Wie Gesundheitsminister Jose Pujalte Jr. am Freitag im Rahmen des öffentlichen Forums „Bagong Pilipinas Ngayon“ erklärte, soll die neue Einrichtung dazu beitragen, dass das Land weniger auf ausländische Hilfe angewiesen ist.
Laut Pujalte verfolgt das Vorhaben drei wesentliche Ziele: Erstens sollen Impfstoffe entwickelt werden, die gezielt auf die im Land verbreiteten Krankheiten abgestimmt sind. Zweitens soll die Abhängigkeit von internationalen Lieferungen verringert werden. Drittens ermöglicht eine eigene Produktion eine schnellere Versorgung der Bevölkerung im Krisenfall, ohne auf lange Lieferzeiten aus dem Ausland warten zu müssen.
Die gesetzliche Grundlage für das Institut wurde bereits im Jahr 2025 von Präsident Ferdinand Marcos Jr. unterzeichnet. Die Einrichtung gehört zu den Prioritäten der aktuellen Regierung und wurde auch in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) thematisiert. Das Institut wird Aufgaben in der Impfstoffforschung, der präklinischen Forschung sowie der Entwicklung von Diagnostika und Behandlungen übernehmen. Zudem soll es die nationale Gesundheitsvorsorge auf zukünftige Notlagen, wie etwa eine erneute Pandemie, vorbereiten.


