Fledermäuse als unverzichtbare Partner der Landwirtschaft
EditFledermäuse spielen eine entscheidende Rolle für die landwirtschaftliche Produktion, insbesondere bei der Bestäubung und der Schädlingsbekämpfung. Während die Tiere oft mit Mythen oder gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht werden, leisten sie laut Experten wichtige Dienste für das Ökosystem und die Erträge von Landwirten.
Ein praktisches Beispiel für den positiven Einfluss von Fledermäusen auf die Landwirtschaft liefert der 63-jährige Landwirt Enrique V. Cadayona aus Calinan, Davao City. Auf seinem 11 Hektar großen Agroforstbetrieb, der neben Lauan-Bäumen auch Obstsorten wie Durian, Lanzones und Mangosteen umfasst, lässt sich der Einfluss der Tiere direkt beobachten. Cadayona stellte fest, dass seine Erträge in der Blütezeit massiv ansteigen, wenn viele Fledermäuse präsent sind, während die Produktion bei geringerem Vorkommen der Tiere zurückgeht.
Die hohe Durian-Produktion in Davao City ist laut Norma Monfort, Besitzerin des Monfort Bat Sanctuary in der Island Garden City of Samal, maßgeblich auf die dort lebenden Flughunde zurückzuführen. Das Sanctuarium beherbergte zeitweise etwa 2,5 Millionen Fledermäuse und hielt im Jahr 2010 den Guinness-Weltrekord für die weltweit größte Kolonie von Flughunden.
Die vielfältigen Funktionen der Fledermäuse werden von der Zoologin Amy G. Ponce, Projektleiterin des BD Corridor Project-Eastern Mindanao Biodiversity Corridor, erläutert. Sie arbeitet unter dem Dach des Integrated Approach in Management of Major Biodiversity Corridors in the Philippines, einem Projekt, das durch die Global Environment Facility, das UNDP und das Department of Environment and Natural Resources (DENR) unterstützt wird. Ponce beschreibt Fledermäuse als natürliche Schädlingsbekämpfer, Bestäuber und Samenausbreiter.
Fledermäuse werden in zwei Unterordnungen unterschieden: Kleinflügler (Microbats) und Großflügler (Megabats). Während die kleineren Arten meist Insekten fressen und durch Echolotierung navigieren, ernähren sich die größeren Flughunde primär von Früchten, Nektar und Pollen. Die insektenfressenden Arten sind besonders wichtig, da sie nachts Mücken, Motten und Käfer jagen, deren Larven oft landwirtschaftliche Schädlinge darstellen.




