First Philippine Holdings lehnt Übernahmeangebot von KKR für First Gen ab
EditEin Angebot des US-amerikanischen Beteiligungsunternehmens Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) zur Ausweitung der Beteiligung an der First Gen Corp. wurde von der First Philippine Holdings Corp. (FPH) zurückgewiesen. Das Angebot von 35 Pesos pro Aktie entsprach nicht dem tatsächlichen Wert von First Gen, wie das von der Lopez-Gruppe geführte Holdingunternehmen am Montag mitteilte. Nach eingehender Prüfung entschied FPH, das unverbindliche Angebot von KKR nicht weiter zu verfolgen.
Der ursprüngliche Plan von KKR sah vor, zunächst weitere 8,43 Prozent der Anteile an First Gen von FPH zu erwerben, gefolgt von einem freiwilligen Übernahmeangebot für die restlichen 11,67 Prozent im Streubesitz. Bei einem Preis von 35 Pesos pro Aktie hätte dies einer Gesamtbewertung von First Gen von rund 126 Milliarden Pesos entsprochen. KKR hält bereits 19,9 Prozent an dem Energieunternehmen und hatte den vorläufigen Vorschlag am 10. Juli eingereicht.
Die Ablehnung durch FPH löste am Montag eine heftige Reaktion an den Märkten aus. Die Aktien von First Gen stürzten deutlich ab, als Investoren ihre Positionen im Hinblick auf eine mögliche Übernahme auflösten. Der Kurs fiel zeitweise um bis zu 19 Prozent auf 24,90 Pesos, ausgehend vom Schlusskurs der vorangegangenen Woche am Freitag, der bei 30,70 Pesos gelegen hatte.
Finanzexperten bewerten die Situation differenziert. Juan Paolo Colet, Managing Director bei der Investmentbank China Bank Capital Corp., erklärte, dass die Absage den Weg für ein höheres Gebot von KKR oder anderen potenziellen Käufern ebnen könnte. Allerdings könnte die Aktie einen Großteil ihrer spekulativ getriebenen Kursgewinne verlieren, sollte kein verbessertes Angebot vorliegen. In diesem Fall müsse First Gen deutlich kommunizieren, wie das Unternehmen den Wert für die Aktionäre steigern will.
Auch Ron Acoba, Chefstratege bei Trading Edge, sah die Verhandlungen nicht zwangsläufig beendet. Die Lopez-Gruppe habe lediglich die Bewertung des Angebots abgelehnt, was KKR dazu veranlassen könnte, mit einem besseren Vorschlag zurückzukehren. Falls dies nicht geschieht, müsse das Beteiligungsunternehmen auf eine andere Gelegenheit warten, um seine Anteile zu vergrößern oder zu veräußern. Schätzungen zufolge erwarb KKR seine bisherigen Anteile zu einem Durchschnittspreis von etwa 26,50 Pesos pro Aktie, was unter Berücksichtigung der Peso-Abwertung einem Wert von etwa 32 bis 33 Pesos entspricht.





