Fahrer nach gefährlicher Überladung eines Jeepneys in Iloilo vorübergehend suspendiert
EditNach einem viralen Video, das Passagiere zeigt, die auf dem Dach und an der Außenseite eines fahrenden Jeepneys hängen, hat das Land Transportation Office (LTO) der Region 6 die Fahrerlaubnis eines Fahrers für 90 Tage präventiv suspendiert. Der Vorfall ereignete sich am späten Abend des 31. Juli während einer Fahrt von der Stadt Pavia in Richtung Lambunao.
Die Aufnahmen, die von einem besorgten Bürger am People’s Terminal in Barangay Ungka gemacht wurden, verbreiteten sich rasch über Facebook und lösten in der Bevölkerung große Sorgen um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr aus. Das Video dokumentierte, dass das Fahrzeug weit über seine zulässige Kapazität hinaus mit Menschen besetzt war.
Im Rahmen der ersten Untersuchungen der LTO-Region 6 stellte die Behörde zudem fest, dass der Schaffner des Fahrzeugs nicht im Besitz einer gültigen Lizenz war. Der Fahrer wurde angewiesen, seinen Führerschein der Ermittlungs- und Untersuchungseinheit der LTO-6 zu übergeben. Die präventive Suspendierung bleibt für die Dauer der laufenden administrativen Untersuchung bestehen.
Gegen den registrierten Betreiber des Jeepneys, der auf der Route Inca nach Lambunao verkehrt, wurde eine Anordnung zur Stellungnahme erlassen. Dieser hat nun fünf Werktage Zeit, schriftlich zu begründen, warum keine administrativen Sanktionen verhängt werden sollten. Sollte der Betreiber diese Frist verstreichen lassen, wird dies als Verzicht auf das Recht zur Anhörung gewertet.
Der Regionaldirektor der LTO-6, Atty. Gaudioso Geduspan II, erklärte, dass dieser Vorfall die Notwendigkeit verdeutliche, dass Transportgenossenschaften in West-Visayas das Flottenmanagementsystem im Rahmen des staatlichen Programms zur Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs (Public Transport Modernization Program) konsequent umsetzen. Das System sei kein reiner Formalismus, sondern ein entscheidendes Instrument für die öffentliche Sicherheit, die Effizienz und das Vertrauen in das Verkehrssystem. Geduspan betonte zudem, dass die Kosten zur Unfallprävention weitaus geringer seien als die Folgen von Verletzungen oder Todesfällen durch überladene Fahrzeuge.
Die Handlungen des Fahrers könnten gegen die Abschnitte 32(b) und 51 des Republic Act 4136 verstoßen, die das Mitfahren auf dem Dach oder außerhalb eines fahrenden Fahrzeugs untersagen und den Fahrern die Pflicht auferlegen, solche gefährlichen Praktiken zu verhindern. Zudem stehen mögliche Verstöße gegen die Joint Administrative Order 2014-01 im Raum, die unter anderem das Zulassen von Fahrgästen außerhalb des Fahrzeugs, den Einsatz rücksichtsloser Fahrer sowie die Verletzung der Bedingungen der Betriebserlaubnis (Certificate of Public Convenience) umfasst.
Der Vorfall hat eine Debatte über die Ursachen der Überfüllung ausgelöst. Einige Fahrgäste rechtfertigten das riskante Verhalten damit, dass sie auf die letzte Fahrt in entlegene Gemeinden angewiesen seien und es kaum erschwingliche Alternativen gebe. Fahrer gaben an, die zusätzlichen Personen aufgrund der dringenden Bitten der Fahrgäste aufgenommen zu haben. Transportbetreiber wiederum argumentierten, dass der Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge während der Nachtstunden oder zu Stoßzeiten zu finanziellen Verlusten führen könnte.
Die „No to PUV Phaseout Coalition Panay“ kritisierte die Ansicht, dass allein eine bessere Routenplanung das Problem lösen könne. Der Koordinator der Koalition, Elmer Forro, warnte, dass der Mangel an bezahlbaren öffentlichen Verkehrsmitteln die eigentliche Ursache sei. Er äußerte die Befürchtung, dass das laufende Programm zum Ausphasen traditioneller Jeepneys die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge weiter reduzieren und die Überfüllung verschlimmern könnte. Die Koalition fordert stattdessen die Registrierung und den Weiterbetrieb aller verkehrssicheren Jeepneys.
Der Vorfall hat zudem Forderungen nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen der LTO-6, dem Land Transportation Franchising and Regulatory Board (LTFRB) der Region 6 und den lokalen Behörden verstärkt, um die lokalen öffentlichen Nahverkehrspläne umzusetzen und eine ausreichende Anzahl an Jeepneys sicherzustellen, insbesondere während der Stoßzeiten und der letzten Fahrten des Tages.




