Gesellschaft: Landesweit

Erweitertes Schulverpflegungsprogramm unterstützt Kinder in Yolanda-Siedlungen

Hunderte Kinder an der North Hill Arbours Integrated School (NHAIS) in Tacloban City erhalten täglich eine nahrhafte Mahlzeit. Die Schule liegt in einer dauerhaften Siedlung für Familien, die durch den Supertaifun Yolanda vertrieben wurden. Im laufenden Schuljahr profitieren 445 Lernende an der NHAIS von dem erweiterten staatlichen Schulverpflegungsprogramm (School-Based Feeding Program).

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Das Programm soll Kinder von der Sorge um ihre Mahlzeiten befreien, damit sie sich voll auf das Lernen konzentrieren können. Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. erklärte in seiner jüngsten Ansprache zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) im Jahr 2026, dass die Regierung Hunger als Hindernis für den Lernerfolg beseitigen wolle. Das Bildungsministerium (Department of Education, DepEd) setzt das Programm um, das ein zentrales Thema in der Ansprache war.

Unter der Marcos-Administration wurde das Programm grundlegend erweitert. Anstatt wie bisher eine vorherige Ernährungsprüfung der Kinder vorauszusetzen, erhalten nun landesweit alle Kinder im Kindergarten und in der ersten Klasse eine universelle Verpflegung. An der NHAIS begann das Programm am 27. Juli und bietet darüber hinaus auch Schülern der Klassen 2 bis 6 Unterstützung, sofern sie die Kriterien der Ernährungsinitiativen des DepEd erfüllen. Bis September sollen zudem Schüler der Klassen 7 bis 10 in das Programm aufgenommen werden.

Schulleiter Harold Naputo berichtete, dass das Programm den Schülern zu mehr Aktivität im Unterricht verhilft und den Familien in der Yolanda-Siedlung Hoffnung gibt. Viele Familien dort versuchen seit über einem Jahrzehnt, ihr Leben nach der Katastrophe im Noren von Tacloban City wieder aufzubauen. Die meisten von ihnen haben nach wie vor Schwierigkeiten, ihre Existenz zu sichern.

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Das Vorhaben verfolgt laut Präsident Marcos mehrere Ziele: Neben der Bekämpfung von Mangelernährung und Wachstumsverzögerungen bei Kindern soll das Programm auch den lokalen Bauern helfen. Die Lebensmittel sollen nach Möglichkeit von regionalen Erzeugern und nicht von großen Supermarktketten bezogen werden, um die ländliche Existenzsicherung zu stärken. Rechtliche Grundlage des Programms ist der 'Masustansyang Pagkain para sa Batang Pilipino Act' (Republic Act Nr. 11037).

Der Nationale Ernährungsrat (National Nutrition Council, NNC) in Ost-Visayas begrüßte die Erweiterung als wichtigen Schritt zur Verringerung der Ernährungsarmatur bei Kindern. Catalino Dotollo Jr., regionaler Koordinator für Ernährungsprogramme, erklärte, dass die Initiative die Ziele des philippinischen Aktionsplans für Ernährung (Philippine Plan of Action for Nutrition, PPAN) ergänze, indem sie die Schulbesuchsrate erhöht und die allgemeine Entwicklung der Kinder fördere.

In der Region Ost-Visayas zeigen sich bereits erste Erfolge: Im Jahr 2025 sank die Rate der Wachstumsverzögerungen bei Kindern im Vergleich zum Vorjahr um fast zwei Prozentpunkte, obwohl die nationalen Daten weiterhin Anlass zur Sorge geben. Mangelernährung und Untergewicht bleiben aufgrund von Armut und Ernährungsunsicherheit, insbesondere in ländlichen Gebieten und auf Inseln, eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit.