Erweiterte PhilHealth-Leistungen entlasten Familien in West Visayas
Die philippinische Regierung setzt im Rahmen der Bestrebungen zur universellen Gesundheitsversorgung (Universal Health Care, UHC) verstärkt auf den Ausbau der ambulanten Versorgung. Durch die erweiterten Programme der Philippine Health Insurance Corporation (PhilHealth) sollen medizinische Leistungen für die Bevölkerung leichter zugänglich und erschwinglicher werden.
Im Zentrum dieser Reform stehen zwei Hauptinitiativen: das Programm „Yaman ng Kalusugan Program Para Malayo sa Sakit“ (YAKAP) und das Programm „Guaranteed Accessible Medication for Outpatient Treatment“ (GAMOT). Das bisher als KonSulTa-Programm bekannte YAKAP wurde umfassend modernisiert. Das erweiterte Paket für die primäre Gesundheitsversorgung umfasst nun 13 ambulante Labortests sowie sechs wichtige Krebsvorsorgeuntersuchungen, darunter Mammographien, Leber-Ultraschalluntersuchungen, CT-Scans des Brustkorbs mit niedriger Strahlendosis und Koloskopien.
Ergänzend dazu hat das GAMOT-Programm die Abdeckung für lebensnotwendige Medikamente von bisher 54 auf 75 Präparate erhöht. Um die Eigenanteile der Versicherten zu senken, unterstützt das Programm zudem eine jährliche Medikamentenbeihilfe von bis zu 20.000 Pesos pro Mitglied.
In der Region West Visayas zeigen sich die Auswirkungen dieser Maßnahmen bereits deutlich. Laut Angaben des PhilHealth-Regionalbüros wurden bis zum 30. Juni 2026 über 314 Millionen Pesos ausgezahlt, um die primäre Gesundheitsversorgung der Mitglieder in der Region sicherzustellen. Davon entfielen 293.452.857,60 Pesos auf YAKAP-Zahlungen für Begünstigte, die ihre erste Patientenbegegnung (First Patient Encounter, FPE) in einer akkreditierten Klinik absolviert haben. Weitere 21.111.703,84 Pesos wurden im Rahmen des GAMOT-Programms für den Zugang zu verschriebenen Medikamenten in akkreditierten Apotheken bereitgestellt.
Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. betonte bei der Einführung von YAKAP in Quezon City, dass der eingeschränkte Zugang zu Krankenhäusern, insbesondere in entlegenen Gebieten, maßgeblich zur steigenden Sterblichkeitsrate im Land beiträgt. Durch die Stärkung gemeindenaher Kliniken solle sichergestellt werden, dass Patienten für die primäre Versorgung nicht mehr in weit entfernte Provinz- oder Regionalkrankenhäuser reisen müssen. Das Ziel sei ein verbessertes Gesundheitssystem, das die Gesundheit der Menschen und ihrer Familien sichert.
Lokale Berichte aus der Region verdeutlichen die Entlastung der Bürger. Adelaida De Guzman aus der Provinz Antique berichtete, dass sie seit der offiziellen Einführung von YAKAP und GAMOT im Mai am Angel Salazar Memorial General Hospital in San Jose de Buenavista kostenlose medizinische Beratungen und Medikamente in Anspruch nehmen kann. Sie dankte der Regierung für die Unterstützung von Menschen, die sich eine medizinische Behandlung sonst nicht leisten könnten.
Auch die Lehrerin Remia Nares-Parejas aus Janiuay, Iloilo, äußerte sich dankbar. Sie gab an, dass die kostenlosen Konsultationen und die Bereitstellung von Erhaltungsmitteln ihre regelmäßigen Familienausgaben erheblich gesenkt haben, wodurch Mittel für andere Grundbedürfnisse frei werden.
Über die ambulante Versorgung hinaus hat die Marcos-Regierung auch die Leistungen bei schweren und katastrophalen Erkrankungen ausgebaut. Wie in der Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) im Jahr 2025 angekündigt, umfasst das PhilHealth-Paket nun ganzjährige kostenlose Dialyse-Sitzungen (erhöht von 90 auf 156 Sitzungen), eine verbesserte Abdeckung für Nierentransplantationen sowie Maßnahmen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem wurden die Fallpauschalen von PhilHealth um bis zu 50 Prozent angehoben, was die Erstattungen, die zuvor ein Jahrzehnt lang stagnierten, effektiv verdoppelt hat.