Ernährungsrat identifiziert zehn Gemeinden in Palawan mit hoher Wachstumsverzögerung bei Kindern
EditDer nationale Ernährungsrat (National Nutrition Council, NNC) der Region MIMAROPA hat zehn Gemeinden in der Provinz Palawan identifiziert, in denen eine besonders hohe Rate an Wachstumsverzögerungen (Stunting) bei Kindern im Alter von 0 bis 59 Monaten verzeichnet wurde. Die betroffenen Kommunen sind Cagayancillo, Busuanga, Rizal, Linapacan, Coron, Bataraza, Cuyo, Roxas, Culion und Balabac.
Diese Daten wurden im Rahmen des zweiten Treffens des Gemeinsamen Regionalen Ernährungsausschusses, der Regionalen Technischen Arbeitsgruppe und des Regionalen Ernährungskreises am 24. Juli präsentiert. Ma. Eileen Bringas-Blanco, Koordinatorin des Ernährungsprogramms beim NNC MIMAROPA, betonte die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und evidenzbasierter Maßnahmen. Wenn Ressourcen gezielt auf Gemeinden mit hoher Belastung konzentriert und bewährte Interventionen konsequent verbessert werden, könne die Wachstumsverzögerung signifikant reduziert werden, um Kindern bessere Entwicklungschancen zu ermöglichen.
Ein wesentlicher Faktor für die Mangelernährung sei die Armut, wie das NNC bereits im Januar bei einem Besuch der Provinzverwaltung (Sangguniang Panlalawigan) von Palawan erläuterte. Besonders kritisch sei dabei die sogenannte Phase der ersten 1.000 Tage, die von der Empfängnis bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes reicht. Nach Erreichen des zweiten Lebensjahres seien die durch Wachstumsverzögerungen verursachten Schäden nicht mehr umkehrbar.
Neben der Wachstumsverzögerung wurden auch andere Ernährungszustände erfasst. Die höchste Rate an Untergewicht wurde in Cagayancillo festgestellt, gefolgt von Rizal, Balabac, Bataraza, Cuyo, Coron, Busuanga, Sofronio Española, Aborlan und Agutaya. Zudem gibt es Gemeinden mit einer hohen Prävalenz von Übergewicht und Adipositas, darunter Cuyo, Culion, Coron, Cagayancillo, Busuanga, Roxas, Magsaysay, Araceli, Linapacan und Balabac.
Um die Situation zu verbessern, fordert das NNC einen ganzheitlichen Ansatz, der die gesamte Regierung und die Gemeinschaft einbezieht. Dies umfasst die Verbesserung der Ernährungssicherheit sowie die Förderung korrekter Ernährungspraktiken für Säuglinge und Kleinkinder. Bringas-Blanco wies zudem darauf hin, dass neben der Unterstützung des kindlichen Wachstums auch die Schwangerschaftsvorsorge gestärkt werden müsse, da die Entwicklung eines Kindes bereits mit der Empfängnis beginnt. Die Ernährungsdienste müssten alle bedürftigen Familien erreichen.




