Erdbewegungen verstopfen Brücke in Jose Abad Santos
Eine wichtige Infrastruktur in der Gemeinde Jose Abad Santos in der Provinz Davao Occidental droht durch massive Erdanhäufungen unbrauchbar zu werden. Die Erde hat sich bis auf das Bodenniveau der Tanuman-Brücke im Barangay Tanuman Big aufgetürmt und blockiert diese seit Mittwoch. Diese Blockade stellt eine erhebliche Gefahr dar.
Bürgermeister Jason John Joyce warnte davor, dass das Wasser des Tanuman-Flusses bei anhaltender Verschlammung weiterhin über den Brückenschulter fließen werde. Die starke Strömung des Flusses stellt eine Gefahr für Autofahrer dar. Um den ordnungsgemäßen Wasserfluss wiederherzustellen, sei eine Entfernung der Erdmassen rund um die Brücke notwendig.
Die aktuelle Lage in der Region ist durch eine Serie von Naturereignissen geprägt. Heftige Regenfälle und Sturzfluten haben seit dem 10. Juli zu schweren Schäden geführt, wobei mindestens vier Menschen starben und fünf weitere vermisst wurden. Ein Haus am Flussufer wurde zudem weggespült. Fast tägliche Erdbeben seit dem 8. Juni haben die Gemeinde zusätzlich unter Druck gesetzt.
Die Gemeinde kämpft um Hilfe für die betroffenen Bewohner. Der Gemeinderat hat eine Anpassung der Katastrophenmittel in Höhe von 12,4 Millionen Pesos beschlossen, wovon 8,7 Millionen Pesos für die Umsiedlung von Evakuierten vorgesehen sind. Die Verwaltung hat dem Mines and Geosciences Bureau-XI (MGB-XI) bereits Vorschläge für Umsiedlungsgebiete in den Barangays Nuing und Butulan vorgelegt und wartet nun auf eine Gefahrenbewertung durch das Amt.
Die jüngsten Katastrophen haben massive Auswirkungen: MDRRMO wurden durch die Erdbeben 40 Menschen verletzt, 12 vermisst und acht Personen getötet. Über 22.000 Familien sind betroffen, wobei tausende Häuser, Schulen und medizinische Einrichtungen Schäden erlitten haben. Die Überschwemmungen wiederum betrafen rund 2.500 Familien und zerstörten hunderte Behausungen.