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Erdbeben-Serie erschüttert Masbate: Über 100 Beben auf Burias Island registriert

Die Gemeinde Claveria auf der Insel Burias in der Provinz Masbate wird seit Montag, dem 13. Juli, von einer Serie von Erdbeben erschüttert. Laut dem philippinischen Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) wurden in diesem Zeitraum mehr als 100 Beben mit Magnituden zwischen 1,6 und 5,4 verzeichnet. Die seismische Aktivität konzentriert sich auf das Gebiet vor Claveria, das etwa 500 Kilometer südlich von Manila liegt.

Swarm Pic 1
Bild: PIA - Swarm Pic 1

Zu den stärksten Erschütterungen in dieser Serie gehörten ein Beben der Stärke 5,4 am 13. Juli um 09:22 Uhr, ein Beben der Stärke 4,7 am 14. Juli um 13:30 Uhr sowie ein Beben der Stärke 4,2 am 15. Juli um 21:48 Uhr. Allein zwischen dem 13. und 14. Juli wurden 54 Beben dokumentiert. Mindestens fünf dieser Erschütterungen wurden auf der Phivolcs-Intensitätsskala mit der Intensität V wahrgenommen, was die Insel Burias und die umliegenden Provinzen betraf. Die Tiefen der Beben variierten dabei zwischen 1 und 45 Kilometern.

Die Erschütterungen führten zu Schäden an der Infrastruktur. In den Grundschulen Curvada und Nonoc wurden Risse in Wänden, Balken und Böden festgestellt, weshalb in beiden Schulen jeweils zwei Klassenzimmer als unbewohnbar eingestuft wurden. Bürgermeisterin Karen Ballesteros ordnete daraufhin die Schließung aller öffentlichen und privaten Schulen für Inspektionen an. Der Präsenzunterricht sollte nach der Prüfung der Gebäude am 20. Juli wieder aufgenommen werden. In der Bolo National High School in Masbate City mussten Schüler, Lehrkräfte und Angestellte nach dem Beben der Stärke 5,4 am Morgen des 13. Juli auf sicherere Bereiche des Campus ausweichen.

Ronald dela Cruz, der leitende Beamte der Phivolcs-Station in Masbate, erklärte, dass es sich bei diesem Phänomen um ein Erdbeben-Schwarm handelt. Ein solcher Schwarm besteht aus einer Serie von Beben in derselben Region über einen kurzen Zeitraum, ohne dass ein einzelnes Hauptbeben mit anschließenden Nachbeben erkennbar ist. Ein solcher Prozess könne Tage, Wochen oder sogar länger andauern.

Nachrichtenbild
Bild: PIA

Die Besorgnis in der Bevölkerung, dass der Schwarm ein noch stärkeres und zerstörerisches Beben auslösen könnte, ist groß. Das Phivolcs wies in einem Informationsbeitrag auf Facebook darauf hin, dass dies zwar möglich sei, es aber ebenso gut passieren könne, dass dies nicht eintritt. Die Bevölkerung wurde daher zur Wachsamkeit und ständigen Vorbereitung aufgerufen.

Geologen führen die anhaltende Aktivität auf die Lage von Masbate entlang der Philippine Fault Zone zurück, einem der aktivsten Verwerfungssysteme des Landes. Die Region ist somit besonders anfällig für wiederkehrende seismische Aktivitäten. Bereits Ende Dezember kam es in demselben Gebiet zu einem ähnlichen Erdbeben-Schwarm. Die Behörden setzen die Überwachung fort und raten dazu, offiziellen Anweisungen zu folgen.

Quellen