El Niño wird sich bis Anfang 2027 intensivieren, warnt PAGASA
Die staatliche Wetterbehörde PAGASA warnt vor einer langanhaltenden Trockenperiode auf den Philippinen. Aktuelle Klimamodelle deuten darauf hin, dass sich das El-Niño-Phänomen im Laufe dieses Jahres zu einem sehr starken Ereignis verstärken und bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten wird.
Anianita R. Fortich, Leiterin des Wetterdienstes der regionalen Abteilung von PAGASA in Mindanao, erklärte am 16. Juli während des „Kapihan sa PIA“. Sie bestätigte, dass der tropische Pazifik bereits die El-Niño-Schwelle erreicht hat und die Bedingungen für das Phänomen somit gegeben sind. Laut Prognosen der Behörde könnte sich die Intensität zwischen August und Oktober von moderat auf stark steigern. Von Oktober 2026 bis Januar 2027 wird ein Übergang in die Kategorie „sehr stark“ erwartet.
Trotz des beginnenden El Niño wird das Land aufgrund der laufenden Regenzeit weiterhin häufige Niederschläge erleben. Fortich betonte jedoch, dass die gravierendsten Auswirkungen erst mit dem Einsetzen des Nordostmonsuns (Amihan) zu erwarten sind, wenn die Regenfälle landesweit natürlicherweise abnehmen. Sollte ein sehr starkes El Niño mit dieser Zeit zusammenfallen, könnten viele Gebiete deutlich weniger oder gar keine Niederschläge mehr erhalten.
Die Behörde weist darauf hin, dass die anhaltende Trockenheit vier Stadien der Dürre durchlaufen kann: Eine meteorologische Dürre beginnt mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen. Darauf kann eine landwirtschaftliche Dürre folgen, wenn die Bodenfeuchtigkeit für die Ernte nicht mehr ausreicht. Eine hydrologische Dürre reduziert anschließend die Wasserstände in Flüssen, Reservoirs und Quellen für Bewässerung, Haushalte sowie die Stromerzeugung. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer sozioökonomischen Dürre, die die Existenzgrundlagen, Unternehmen und wirtschaftliche Aktivitäten stört.
Da El-Niño-Episoden typischerweise zwischen 12 und 18 Monaten dauern, wird die PAGASA weiterhin Klimawarnungen herausgeben, bis die Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Pazifik wieder normale Werte erreichen. Die Behörde fordert lokale Regierungen, Landwirte, Wasserverwalter, Energieversorger und Haushalte auf, Wasser zu sparen, Notfallmaßnahmen zu verstärken und offizielle Wetterwarnungen genau zu verfolgen, um die Folgen für die Landwirtschaft und die Grundversorgung zu minimieren.