Politik

Ehemaliger Senatspräsident Franklin Drilon spricht über politische Integrität und Verzicht auf Macht

Der ehemalige philippinische Senatspräsident Franklin Drilon hat in einem Gespräch mit Rappler betont, dass er keine Pläne habe, in das aktive politische Leben zurückzukehren. Drilon erklärte, er habe seinen Teil geleistet und überlasse sein Schicksal nun der Geschichte, während andere Führungspersönlichkeiten ihren Anteil leisten sollten.

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Symbolbild: Envato

Während eines Townhall-Events am 17. Juli im Büro von Rappler reflektierte der langjährige Politiker über seine Karriere und die Entscheidungen, die ihn geprägt haben. Ein zentrales Thema war dabei sein bewusster Verzicht auf höhere Ämter, um die Wahrnehmung von Interessenkonflikten zu vermeiden oder die demokratische Stabilität zu wahren.

So berichtete Drilon etwa, dass er das Angebot des verstorbenen Präsidenten Noynoy Aquino im Jahr 2012 ablehnte, als Kandidat für das Amt des Obersten Richters zu fungieren. Nach dem Amtsenthebungsverfahren gegen Renato Corona habe er die Nominierung abgelehnt, da er befürchtete, seine Rolle im Verfahren würde als bloßes Manöver zur Erlangung des Richteramtes missverstanden werden.

Auch im Jahr 2004 stand Drilon in einer kritischen Situation. Als Co-Vorsitzender der gemeinsamen Sitzung des Kongresses stand er unter dem Druck, die Verkündung des Wahlsiegers verzögern, da Vorwürfe über Wahlbetrug im Raum standen. Hätte dies zu einer Verzögerung geführt, wäre Drilon für 60 Tage als amtierender Präsident fungiert. Er entschied sich jedoch, Gloria Macapagal Arroyo als Präsidentin zu proklamieren.

Drilon begründete dies damit, dass ihm als amtierendem Präsidenten das direkte Mandat des Volkes sowie die notwendige Autorität über die Streitkräfte gefehlt hätten. Er betonte zudem, dass er das Amt des Präsidenten nie angestrebt habe, da die immensen Lasten dieses Amtes ihn von den Bereichen abgehalten hätten, die ihm als Staatsdiener am wichtigsten seien: die Gesetzgebung, die Repräsentation sowie die Arbeit für seine Wähler und die Auseinandersetzung mit Fragen der Ethik und Regierungsführung.

Ein weiteres Merkmal seiner politischen Laufbahn sei die bewusste Entscheidung gegen die Gründung einer politischen Dynastie. Trotz der vorhandenen Infrastruktur sei er der einzige Vertreter seines Namens in der Politik geblieben.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.