Gesundheit: Pangasinan

Diabetesprävention: Gesundheitsministerium ruft zu Vorsorge und Lebensstiländerungen auf

Diabetes entsteht, wenn der Körper den Glukosespiegel im Blut nicht mehr ordnungsgemäß regulieren kann. Man unterscheidet drei Hauptformen: Typ-1-Diabetes, der meist genetisch bedingt ist und bereits im Kindesalter auftritt sowie eine lebenslange Insulintherapie erfordert; Typ-2-Diabetes, die häufigste Form, die eng mit dem Lebensstil verknüpft ist; und Schwangerschaftsdiabetes, der während der Schwangerschaft auftritt und eine genaue Überwachung notwendig macht.

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Symbolbild: Envato

Das philippinische Gesundheitsministerium (Department of Health, DOH) setzt verstärkt auf die Förderung eines proaktiven Gesundheitsverhaltens in der Bevölkerung. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, frühzeitige ärztliche Konsultationen und eine gesündere Lebensweise sollen Diabetes und dessen schwerwiegende Komplikationen verhindert werden.

Dr. Daniel Darius Aquino, Leiter der Abteilung für nicht übertragbare Krankheiten im Ilocos Center for Health Development des DOH, stellte klar, dass Diabetes nicht allein durch den Verzehr von Süßigkeiten verursacht wird. Lebensmittel mit einem hohen Kohlenhydratanteil wie Reis, Brot, Pasta, Nudeln, Haferflocken, Wurzelgemüse und Milch werden bei der Verdauung in Glukose umgewandelt, weshalb eine ausgewogene Aufnahme entscheidend ist. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen körperliche Inaktivität, Rauchen, E-Zigaretten, übermäßiger Alkoholkonsum und Schlafmangel.

Um das Risiko zu senken, empfiehlt das DOH Erwachsenen täglich mindestens 30 Minuten moderate körperliche Betätigung, etwa durch Gehen oder Zumba. Zudem wird zu acht bis zehn Stunden Schlaf sowie einer Ernährung reich an Obst und Gemüse geraten, während fett-, salz- und ölreiche sowie verarbeitete Lebensmittel eingeschränkt werden sollten. Auch Stressmanagement spielt eine wichtige Rolle.

Die Situation in der Region Ilocos bleibt ernst: Im Jahr 2025 wurden in der Region 28.370 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes registriert. Dr. Aquino betonte daher die Notwendigkeit einer frühzeitigen Beratung und eines gesteigerten öffentlichen Bewusstseins. Er riet dazu, Mahlzeiten pünktlich einzunehmen und täglich bewusste Entscheidungen für die Gesundheit zu treffen.

Frühwarnzeichen für Diabetes sind häufiger Harndrang, übermäßiger Durst und gesteigertes Hungergefühl. Weitere Symptome können anhaltende Müdigkeit, langsam heilende Wunden, Taubheitsgefühle in Händen und Füßen sowie unerklärlicher Gewichtsverlust sein. Während Erwachsene mindestens einmal jährlich ihren Blutzucker prüfen lassen sollten, benötigen Personen mit erhöhtem Risiko oder familiärer Vorbelastung häufigere Kontrollen.

Unbehandelt kann Diabetes zu schweren Folgeschäden führen, darunter Sehprobleme oder Erblindung, Nervenschäden, die chronische Wunden und Amputationen nach sich ziehen können, sowie Nierenschäden, die eine Dialyse erforderlich machen. Bei bereits diagnostiziertem Diabetes müssen Medikamente laut Dr. Aquino zwingend mit Disziplin bei Ernährung und Bewegung kombiniert werden.

Um den Zugang zu Prävention und Behandlung zu verbessern, setzt das DOH verschiedene Programme ein. Das YAKAP-Programm der PhilHealth (Philippine Health Insurance Corporation) bietet qualifizierten Patienten kostenlose Konsultationen, Labortests und Erhaltungsmedikamente in akkreditierten Einrichtungen an. Das GAMOT-Programm unterstützt den Zugang zu Medikamenten für die ambulante Behandlung, während das PhilPEN-Programm (Philippine Package of Essential Non-Communicable Disease Interventions) Screenings für Blutdruck, Blutzuckerrisiken, Körpermaße und die Familienanamnese in Primärversorgungseinrichtungen ermöglicht.

Zudem bringt das Programm PuroKalusugan medizinische Leistungen wie Beratungen, Screenings, Medikamente, Ernährungsdienste, Mütterfürsorge und Impfungen direkt in die Gemeinden. Betroffene können sich an Gesundheitshelfer auf Barangay-Ebene, lokale Gesundheitsstationen, kommunale Gesundheitsämter oder staatliche Krankenhäuser wenden. Das DOH mahnte abschließend, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor sich Symptome verschlimmern, und Gesundheitsinformationen stets durch lizenziertes Fachpersonal verifizieren zu lassen.