Gesundheit

Diabetes-Woche in Baguio: Experten mahnen zur Früherkennung

Diabetes bleibt eine der häufigsten Krankheiten unter der philippinischen Bevölkerung. Laut Daten der International Diabetes Federation (IDF) lebten im Jahr 2024 etwa 4,7 Millionen Filipinos mit Diabetes. Es wird prognostiziert, dass diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf 8,6 Millionen ansteigen wird.

BGHM Medical Officer Dr. Charisse Bencila
Bild: PIA - BGHM Medical Officer Dr. Charisse Bencila

Im Rahmen der Diabetes-Woche, die in den Philippinen jährlich in der vierten Juliwoche begangen wird, haben Mediziner die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose und eines konsequenten Krankheitsmanagements betont. Dr. Charisse Bencila, medizinische Beamtin am Baguio General Hospital and Medical Center (BGHMC), nutzte dazu das Forum „Kapihan sa Baguio“ im Juli, um über die Prävention und den Umgang mit der chronischen Erkrankung aufzuklären.

Das Länderprofil der IDF verdeutlicht die schwere Belastung durch die Krankheit, wobei viele Fälle unentdeckt bleiben. Dr. Bencila wies darauf hin, dass Menschen die Krankheit bereits an sich tragen können, ohne es zu wissen. Bei Diabetes mellitus kann der Körper den Blutzuckerspiegel nicht korrekt regulieren, da entweder nicht genügend Insulin produziert wird oder das Insulin nicht effektiv genutzt werden kann.

Dr. Bencila erläuterte die verschiedenen Formen, darunter Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Schwangerschaftsdiabetes sowie andere seltene Varianten. Unkontrollierter Diabetes kann schwerwiegende Komplikationen wie Nierenerkrankungen, Augenschäden, Nervenschäden, Herzerkrankungen, Schlaganfälle und eine schlechte Wundheilung nach sich ziehen. Aktuellen Berichten zufolge ist Diabetes zudem die führende Ursache für chronische Nierenerkrankungen in den Philippinen.

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Symbolbild: Envato

Zu den typischen Warnsignalen gehören häufiger Harndrang, übermäßiger Durst, verschwommenes Sehen, unerklärliche Gewichtsveränderungen, Schwäche, langsam heilende Wunden sowie Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Händen und Füßen sowie wiederkehrende Infektionen. Da Symptome anfangs oft fehlen, ist ein Screening entscheidend. Dr. Bencila empfahl Untersuchungen ab einem Alter von 35 Jahren.

Mögliche Testverfahren sind der Nüchternblutzuckertest, der orale Glukosetoleranztest oder der Hämoglobin-A1c-Test. Zur Vermeidung von Komplikationen stellte die Medizinerin den „IWAS“-Leitfaden vor: Ärztlichen Rat einholen, gesund essen, körperlich aktiv bleiben und Medikamente nach Vorschrift einnehmen. Sie mahnte zudem, dass Diabetes durch medizinische Versorgung und Lebensstiländerungen kontrolliert werden muss und nicht allein durch unbewiesene pflanzliche Alternativen.

Die offizielle Beobachtung der Diabetes-Woche basiert auf der Proklamation Nr. 213 aus dem Jahr 1993.

Quellen