Gesellschaft – Metro Manila
DENR weist Vorwürfe über Pestizid-Einsatz bei Protest in Quezon City zurück
Das philippinische Umweltministerium (Department of Environment and Natural Resources, DENR) hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach während einer Protestaktion vor seinem Hauptsitz in Quezon City Pestizide eingesetzt worden seien. Laut einer Stellungnahme des Ministeriums handelte es sich bei dem im Video sichtbaren Nebel nicht um chemische Kampfstoffe zur Kontrolle von Menschenmengen, sondern um eine routinemäßige Desinfektionsmaßnahme.
Die Behörde erklärte am Sonntag, dass der Nebel Teil der üblichen sonntäglichen Desinfektionsarbeiten sei. Diese Maßnahmen entsprächen den geltenden Hygienestandards am Arbeitsplatz. Das DENR betonte zudem, dass der verwendete Desinfektionsnebel keine chemischen Wirkstoffe enthalte, die zur Kontrolle von Demonstranten bestimmt seien.
Die Anschuldigungen stammten von progressiven Gruppen und Anwohnern aus der Region Southern Tagalog. Diese hatten am 26. Juli entlang der Visayas Avenue protestiert. Die Demonstration war Teil einer Karawane im Vorfeld der fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) von Präsident Ferdinand Marcos Jr. Die Protestierenden kritisierten unter anderem die Umweltpolitik der Regierung sowie Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, die ihrer Ansicht nach großen Unternehmen und ausländischen Interessen zugutekommen würden.
Trotz der Vorwürfe über den Einsatz von Pestiziden führten die Demonstranten ihr Programm fort und vollzogen eine symbolische Aktion, bei der sie sich die Haare abschnitten, um die Zerstörung von Bergökosystemen darzustellen. Das Polizeidistrikt von Quezon City meldete zudem, dass die Kundgebung friedlich verlaufen sei und es zu keinen unvorhergesehenen Zwischenfällen gekommen sei.