Wirtschaft: Metro Manila

Del Monte Pacific setzt auf Umstrukturierung zur Sicherung der Profitabilität

Das Lebensmittel- und Getränkeunternehmen Del Monte Pacific Ltd. (DMPL) plant, trotz einer hohen Verschuldung und steigenden Kosten im Geschäftsjahr 2027 profitabel zu bleiben. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, stütze sich diese Erwartung auf die operativen Geschäfte in Asien sowie auf laufende Restrukturierungsbemühungen. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds beschrieb das Unternehmen seine grundlegende Geschäftstätigkeit als stabil.

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Quelle: PIA

Das Geschäftsjahr 2027 begann für DMPL mit einer positiven Entwicklung. Der Nettogewinn aus dem fortlaufenden Betrieb stieg im Quartal bis Juli auf 16,1 Millionen US-Dollar an, was fast einer Verdreifachung gegenüber den 5,5 Millionen US-Dollar des Vorjahreszeitraums entspricht. Der Gesamtumsatz verzeichnete ein Wachstum von 9 Prozent auf 222,1 Millionen US-Dollar, wobei vor allem die internationalen Märkte diesen Anstieg vorantrieben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und außerplanmäßigen Abschreibungen (Ebitda) stieg um 25,7 Prozent auf 49,3 Millionen US-Dollar. Auch die Bruttomarge verbesserte sich von 32,5 Prozent auf 33,7 Prozent.

Während die internationalen Verkäufe durch höhere Absatzzahlen bei frischen Ananas, verpackten Produkten und Direktsäften um 21,4 Prozent auf 118 Millionen US-Dollar zulegten, zeigte sich das Bild auf den Philippinen anders. Der dortige Umsatz belief sich auf 82,6 Millionen US-Dollar. In lokaler Währung (Peso) stieg dieser Wert zwar um 2,2 Prozent, jedoch sank der Umsatz in US-Dollar aufgrund der Abwertung des Peso um 6,9 Prozent. Das Unternehmen erklärte, dass moderate Preiserhöhungen die lokalen Verkäufe zwar stützten, die Absatzvolumina in den Kernsegmenten jedoch aufgrund der wirtschaftlichen Volatilität schwach blieben. In Nordasien konnte sich DMPL zudem einen Anteil von 54 Prozent am Markt für importierte frische Ananas sichern.

Trotz der operativen Fortschritte sieht sich DMPL mit massiven finanziellen Problemen konfrontiert. Eine Abschreibung von 703 Millionen US-Dollar für das US-Geschäft am Ende des Geschäftsjahres 2025 führte dazu, dass das Eigenkapital der Gruppe bis Juli bei etwa minus 579 Millionen US-Dollar lag. Die Nettoverschuldung belief sich auf 969,7 Millionen US-Dollar, sank jedoch durch Tilgungen um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Verhältnis der Nettoverschuldung zum bereinigten Ebitda verbesserte sich dabei von 6,9 auf 5,1. Das Netto-Kapitaldefizit verringerte sich seit Ende April um 11,3 Millionen US-Dollar auf 578,5 Millionen US-Dollar.

Zur Stabilisierung der Bilanz hat DMPL unter Einbeziehung externer Finanzberater Gespräche mit den Hauptgläubigern und anderen Beteiligten aufgenommen. Ziel ist ein disziplinierter Restrukturierungsplan, der die kurzfristige Liquidität sichern, die Bilanz sowie die Cashflow-Kapazität von Del Monte Philippines Inc. (DMPI) stärken und eine nachhaltige Kapitalstruktur schaffen soll. Das Management betonte, dass die Leistung von DMPI allein nicht ausreichen werde, um die Gesamtverbindlichkeiten der Gruppe von 1,2 Milliarden US-Dollar und das negative Eigenkapital zu bewältigen. Statt einer einzelnen Kapitalerhöhung setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus Schuldenrestrukturierung, operativen Maßnahmen, der Veräußerung von Vermögenswerten und Unterstützung durch die Aktionäre. Solange das Kapitaldefizit besteht, wird das Unternehmen keine Dividenden ausschütten.