Davao Light weist Zusammenhang zwischen Strompreiserhöhung und Expansion zurück
Die Davao Light and Power Company hat vor dem Stadtrat von Davao klargestellt, dass die jüngsten Steigerungen der Stromtarife nicht auf die Expansion des Unternehmens nach Davao del Norte zurückzuführen sind. Enriczar Tia, Präsident und operativer Leiter von Davao Light, erklärte gegenüber dem Sangguniang Panlungsod (Stadtrat), dass die Verteilungsgebühren unverändert geblieben seien. Diese Gebühren seien fix und könnten nur nach Genehmigung durch die Energy Regulatory Commission (ERC) angepasst werden.
Als Hauptgrund für die höheren Kosten für den Abrechnungszeitraum vom 11. Juli bis 10. August 2026 nannte Tia gestiegene Erzeugungskosten am Spotmarkt. Diese Kosten würden eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben, ohne dass das Unternehmen daraus einen Gewinn ziehe. Ein weiterer Faktor sei das jüngste Erdbeben der Stärke 7,8 vor der Küste von Sarangani, welches zwei Kraftwerke außer Betrieb gesetzt hatte. Die notwendigen Wartungsarbeiten führten zu einem Versorgungsengpass, der die Preise zusätzlich nach oben trieb.
Der Stadtrat hatte die Einladung an Davao Light ausgesprochen, nachdem Ratsmitglieder die Belastung für die Bevölkerung thematisiert hatten. Stadtrat Danilo Dayanghirang wies darauf hin, dass die Stadtverwaltung aufgrund der höheren Preise ihre Budgetmittel für die Stromversorgung öffentlicher Gebäude und Straßenbeleuchtungen erhöhen müsse. Auch Ratsmitglied Louie John Bonguyan äußerte Besorgnis über die Auswirkungen auf Haushalte, kleine Unternehmen und Studierende. Er forderte von Davao Light, der National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) und der ERC mehr Transparenz sowie die Förderung erneuerbarer Energien.
Um die finanzielle Last für die Kunden abzufedern, hat Davao Light die Erhebung der Preiserhöhung auf einen Zeitraum von fünf Monaten gestreckt. Tia wies zudem darauf hin, dass die ERC zwar die Stromtrennung für Kunden, die Rechnungen von August bis Oktober nicht begleichen können, vorübergehend ausgesetzt hat, dies jedoch keine Nichtzahlung bedeute. Um hohe Schuldenberge zu vermeiden, solle die Kundschaft weiterhin versuchen, ihre Rechnungen zeitnah zu begleichen. Eine Normalisierung der Tarife wird für den Zeitraum von September bis Dezember erwartet, sofern keine schweren Unwetter die Kraftwerke erneut beeinträchtigen.