Davao City: Streit um Hochwasserschutz nach schweren Überschwemmungen
EditSchwere Überschwemmungen haben in Davao City für einen politischen Schlagabtausch zwischen Regierungsvertretern und dem Abgeordneten Paolo Z. Duterte gesorgt. DPWH und dessen Versäumnisse beim Hochwasserschutz.
Die Debatte wurde durch eine Inspektion des Talomo-Flusses in Bangkal am Mittwoch, den 29. Juli 2026, ausgelöst. Der Staatssekretär des DPWH, Vince Dizon, stellte dabei fest, dass die letzten massiven Überschwemmungen in dieser Gegend bereits im Jahr 2019 aufgetreten waren. Dizon äußerte sich empört über den Zustand der Infrastruktur und kritisierte insbesondere, dass vorhandene Gabionen, Schutzwälle aus Steinkörben, die flutgefährdeten Bereiche in Taal nicht ausreichend abdeckten.
Der Abgeordnete Paolo Z. Duterte wies die Schuldzuweisungen gegen die lokale Ebene zurück und forderte das DPWH auf, die eigenen Unterlagen zu prüfen. Laut Duterte liege das Problem nicht an mangelndem Handeln der lokalen Behörden, sondern an der fehlenden Umsetzung durch die nationale Regierung.
Duterte verwies darauf, dass bereits 2023 ein Masterplan zur Hochwasserkontrolle der japanischen Organisation JICA bei der nationalen Regierung eingereicht worden sei, dieser jedoch bisher unbearbeitet geblieben sei. Zudem kritisierte er, dass Finanzmittel für weitere Maßnahmen erst für den Haushalt 2027 vorgeschlagen werden sollten. Effektiver Hochwasserschutz gehe weit über das Ausbaggern von Flüssen hinaus, betonte er. Er forderte umfassende Maßnahmen wie den Bau von Deichen, verbesserte Entwässerungssysteme, Flussverbesserungen sowie ein nachhaltiges Einzugsgebietsmanagement.
Das Office of Civil Defense (Zivilschutzamt) hatte fünf besonders stark betroffene Gebiete identifiziert: Talomo, Matina, Sto. Nino, Los Amigos und Bangkas. Die Überschwemmungen am Freitag vor der Inspektion ereigneten sich, obwohl es flussabwärts keine Regenfälle gegeben hatte, was auf ein Überlaufen der Matina- und Talomo-Flüsse hindeutete. Als Sofortmaßnahme ordnete Dizon an, die Ausbaggerungsarbeiten unter Nutzung von Notfallgeldern des Ministeriums umgehend einzuleiten.




