Chinesische Raketentrümmer könnten in philippinischen Gewässern gelandet sein
EditDie philippinische Weltraumbehörde PhilSA (Philippine Space Agency) hat am Donnerstag vor möglichen Trümmern einer chinesischen Rakete gewarnt, die in den Gewässern des philippinischen Archipels gelandet sein könnten. Konkret geht es um Überreste der Rakete vom Typ Long March 12, die am Donnerstagmorgen um 8:32 Uhr (Manila-Zeit) vom Hainan International Commercial Launch Center in Wenchang, Hainan, gestartet war.
Obwohl laut PhilSA nicht erwartet wird, dass die Fragmente Landmassen oder bewohnte Gebiete treffen, besteht eine Gefahr für die Sicherheit auf See und in der Luft. Die Behörde warnte, dass die fallenden Trümmer Schiffe, Flugzeuge, Fischerboote und andere Fahrzeuge gefährden könnten, die die betroffene Absturzzone durchqueren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Teile des Materials in den Gewässern treiben und an nahegelegene Küsten gespült werden.
Die PhilSA wies darauf hin, dass ein unkontrollierter Wiedereintritt der oberen Raketenstufen in die Erdatmosphäre möglich sei. Im Vorfeld des Starts hatte die Behörde bereits eine entsprechende Warnung an zuständige Regierungsstellen und Beamte herausgegeben. Informationen über die Absturzzone wurden zudem über eine sogenannte Notice to Airmen (NOTAM) veröffentlicht, um Fluggesellschaften über die Aktivitäten im Luftraum zu informieren.
Die Behörde rief die Bevölkerung dazu auf, lokale Behörden zu informieren, falls verdächtige Trümmerteile gesichtet werden. Gleichzeitig wurde eindringlich davor gewarnt, diese Materialien aufzuheben oder in direkten Kontakt mit ihnen zu treten, da sie giftige Rückstände wie Raketentreibstoff enthalten könnten. Angesichts der weltweit steigenden Startraten von Raketen betonte PhilSA, dass Trümmer beim Abstreifen von Raketenstufen oder beim unkontrollierten Wiedereintritt wachsende Gefahren für die zivile Luftfahrt, die Raumfahrt und die Bevölkerung am Boden darstellen. Die PhilSA lädt zudem internationale Partner dazu ein, gemeinsam zu untersuchen, wie die Region koordinierte Protokolle und Kapazitäten entwickeln kann, um sowohl Weltraumressourcen als auch die Menschen vor Ort zu schützen.






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