Cebu verbietet Vorauszahlungen bei Notfallbehandlungen in Provinzhospitalen
EditIn der Provinz Cebu dürfen Patienten in Notfällen oder bei ernsthaften medizinischen Problemen nicht mehr zur Zahlung von Depots oder Vorauszahlungen verpflichtet werden, bevor sie eine Behandlung erhalten. Die Gouverneurin von Cebu, Pamela Baricuatro, hat dies mit der Executive Order Nr. 42 angeordnet, die am 23. Juli 2026 erlassen wurde.
Die Anordnung betrifft insgesamt 16 Provinzhospitale und Distriktkrankenhäuser in der Region. Damit bekräftigt die Gouverneurin die geltende Gesetzgebung nach dem Republic Act Nr. 10932, dem sogenannten Anti-Hospital Deposit Law. Dieses Gesetz untersagt es medizinischen Einrichtungen, vor der Bereitstellung grundlegender Notfallversorgung, stationärer Aufnahmen oder Behandlungen in kritischen Fällen finanzielle Sicherheiten zu verlangen.
Laut der Verordnung müssen Patienten zunächst stabilisiert und medizinisch versorgt werden. Die Abrechnung und das Inkasso dürfen erst erfolgen, nachdem die entsprechende medizinische Leistung erbracht wurde. Die Krankenhäuser sind zudem verpflichtet, verfügbare medizinische, chirurgische, geburtshilfliche und diagnostische Dienste anzubieten. Patienten sollen nicht ungerechtfertigt von staatlichen Gesundheitsdiensten ausgeschlossen oder an private Einrichtungen überwiesen werden, wenn dies zu zusätzlichen privaten Kosten führt.
Um Verzögerungen bei der Aufnahme und Behandlung zu vermeiden, müssen die Krankenhäuser rund um die Uhr Personal bereitstellen, das die Mitgliedschaft und den Versicherungsschutz bei PhilHealth prüft. Dies gilt auch für die Nacht, das Wochenende und an Feiertagen. Berechtigte Mitglieder von PhilHealth sollen von der sogenannten „No Balance Billing“-Regelung profitieren, die sicherstellt, dass keine zusätzlichen Kosten über die Versicherung abgerechnet werden.
Für bedürftige Patienten ohne aktiven PhilHealth-Schutz sieht die Anordnung vor, dass das Personal sie an medizinische Sozialarbeiter zur finanziellen Unterstützung vermittelt und bei der Registrierung hilft. Zudem müssen die Krankenhäuser ausreichende Bestände an Medikamenten und medizinischem Material vorhalten. Personal darf Patienten nicht dazu anweisen, benötigte Mittel extern zu kaufen, sofern diese im Haus verfügbar sind.
Die Umsetzung der Verordnung obliegt den jeweiligen Krankenhausleitungen. Verstöße gegen diese Bestimmungen können administrative und rechtliche Sanktionen nach sich ziehen. Beschwerden über Verstöße können über Formulare in den Krankenhäusern oder beim Gesundheitsamt der Provinz (Provincial Health Office) eingereicht werden.


