Cebu City verschiebt Auszahlung von Kraftstoffsubventionen wegen Unregelmäßigkeiten
EditDie Stadtverwaltung von Cebu City hat die Verteilung von Kraftstoffsubventionen in Höhe von 35 Millionen Pesos vorerst ausgesetzt. Grund für die Verzögerung ist die Notwendigkeit einer erneuten Überprüfung der Antragsteller, nachdem die Zahl der Bewerber massiv angestiegen ist. Bürgermeister Nestor Archival erklärte am Montag, 27. Juli 2026, dass die Liste der Empfänger von ursprünglich etwa 10.000 auf rund 35.000 Personen angewachsen sei.
Bei der Überprüfung der Daten wurden Hinweise auf nicht qualifizierte Antragsteller gefunden. Demnach wurden Personen als Habal-Habal-Fahrer (Motorradtaxifahrer) gelistet, die möglicherweise nicht den Kriterien entsprechen, darunter Angestellte der Barangays, Barangay-Wachleute (Tanods) sowie Callcenter-Mitarbeiter. Bürgermeister Archival betonte, dass eine erneute Profilierung notwendig sei, um sicherzustellen, dass die Unterstützung tatsächlich den Vollzeit-Transportarbeitern zugutekommt. Das Rathaus koordiniere hierzu die Verifizierung mit den zuständigen Barangay-Beamten und anerkannten Transportorganisationen.
Die Subventionen, die aus dem ergänzenden Haushalt 1 (Supplemental Budget 1) finanziert werden, sollen Fahrer von Habal-Habal, Jeepneys, Taxis, Tricycles und Ride-Hailing-Diensten bei den steigenden Kraftstoffkosten unterstützen. Die Stadt prüft derzeit noch, wie die Gesamtsumme von 35 Millionen Pesos auf die verschiedenen Transportsektoren aufgeteilt wird.
Innerhalb des Stadtrats von Cebu City regt sich Kritik an der Verzögerung. Ratsmitglied Pastor Alcover mahnte am Dienstag, 28. Juli 2026, die sofortige Auszahlung an die berechtigten Empfänger an. Er verwies darauf, dass die Transportarbeiter aufgrund der durch Spannungen im Nahen Osten verursachten Kraftstoffpreise dringend auf Entlastung angewiesen seien. Alcover äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Erstellung der Listen: Es gab Berichte, dass Listen möglicherweise über Barangay-Manager erstellt wurden, anstatt die von offiziellen Transportorganisationen eingereichten und vereinbarten Verzeichnisse zu nutzen.
Franklyn Ong, Präsident der Vereinigung der Barangay-Räte (Association of Barangay Councils), unterstützte die Entscheidung zu einer strengeren Prüfung. Er wies darauf hin, dass einige Anträge ohne ordnungsgemäße Empfehlung der Barangays eingereicht wurden oder Personen betrafen, die bereits anderen Hauptberufen nachgehen.




