Cebu City startet Schüler-Programm zur Abfallvermeidung
In Cebu City hat ein neues Programm zur Abfallvermeidung begonnen: Schüler sammeln Haushalts- und Schulabfälle in sogenannten „Eco-Bottles“ und füllen sie in 1,5-Liter-Kunststoffflaschen. Das Programm „Basura Namo, Kaugmaon Nato“ wurde am 20. Juli 2026 offiziell gestartet und soll die massiven Abfallprobleme und die damit verbundenen Überschwemmungen in der Stadt durch ein spezielles Trennsystem für Schülerinnen und Schüler bekämpfen.
Das Trennsystem ist streng: biologisch abbaubare Stoffe wie Papier oder Blätter werden von nicht biologisch abbaubaren Materialien wie Plastik getrennt. Die organischen Abfälle werden zu Kompost und Dünger verarbeitet, während der Kunststoffabfall mit Zement vermischt werden soll, um Beton und Asphalt für lokale Straßen herzustellen.
Das Cebu Environmental Sanitation and Enforcement Team ist für das Wiegen, Aufzeichnen und Abholen der gefüllten Flaschen an den teilnehmenden Schulen zuständig. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt an der Talamban Elementary School wurde die Initiative nun auf die Lahug National High School (Night) und die Talamban National High School ausgeweitet.
Um die Motivation der Lernenden zu fördern, stellt die Stadtverwaltung finanzielle Anreize bereit. Für jedes Kilogramm gesammelte Eco-Bottles erhält die jeweilige Klasse 0,50 Pesos. Diese Gelder fließen in die Klassenkasse, was laut Lehrkräften wie Daisy Villagonzalo von der Lahug National High School dazu beiträgt, die Eigenbeteiligung der Schüler bei Schulaktivitäten zu verringern.
Die prekäre Abfallsituation in Cebu City ist der Hintergrund für diese Maßnahme. Die Stadt produziert täglich zwischen 600 und 700 Tonnen Müll, wobei etwa 90 Prozent der am Straßenrand gefundenen Abfälle direkt aus Haushalten stammen. Unbehandeltes Abfallmaterial verstopft zudem regelmäßig die Entwässerungssysteme und führt zu Überschwemmungen, wie Bürgermeister Nestor Archival erklärte.
Die Entsorgungskosten sind für die Steuerzahler massiv gestiegen. Seit der Schließung der Deponie in Binaliw muss der Müll nach Aloguinsan transportiert werden, was die täglichen Kosten von zuvor 2,1 Millionen Pesos auf aktuell etwa 4,2 Millionen Pesos verdoppelt hat. Dies entspricht jährlichen Ausgaben von fast einer Milliarde Pesos.
Quellen
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