Cebu bleibt frei von Afrikanischer Schweinepest
Die Provinz Cebu bleibt nach wie vor frei von der ASF, während die lokale Regierung und das Landwirtschaftsministerium in Zentralvisayas (DA-7) die Kontrollen verschärfen. Um die lokale Schweineindustrie zu schützen, gilt ein vorübergehendes Verbot für die Einfuhr von lebenden Schweinen und Schweinefleischprodukten aus betroffenen Gebieten.
Die Leiterin des Veterinärdienstes der Provinz Cebu, Dr. Mary Rose Vincoy, erklärte, dass die am 7. Juli in Kraft getretene Exekutivverordnung Nr. 39 eine Fortsetzung der vorangegangenen Verordnung Nr. 36 darstellt. Die neuen Maßnahmen erweitern die bisherigen Beschränkungen auf weitere Gebiete, darunter Negros Oriental sowie andere Regionen, in denen ASF bestätigt wurde. Neben Negros Occidental umfasst die Liste nun auch diese neuen betroffenen Zonen. Die Verordnung legt Notfallpläne für alle lokalen Verwaltungseinheiten fest, die Maßnahmen zur Biosicherheit, Prävention und Überwachung umsetzen müssen.
Das aktuelle Einfuhrverbot für Schweine und Fleischprodukte aus Risikogebieten ist auf 45 Tage befristet. Laut Dr. Vincoy kann diese Beschränkung basierend auf den Empfehlungen des DA-7 und des Bureau of Animal Industry (BAI) verlängert werden.
Voltaire E. Amper, regionaler Koordinator für Vieh- und Schweinehaltung beim DA-7, berichtete, dass in Bohol seit April 2026 keine aktiven ASF-Fälle mehr gemeldet wurden. Zudem konnten mehrere lokale Verwaltungseinheiten in Cebu ihre Zoneneinteilung nach erfolgreichen Labortests aufwerten. Diese Tests wurden mittels der RT-PCR-Methode durchgeführt, die als Goldstandard gilt und die Abwesenheit aktiver Infektionen bestätigt. Die Tests werden durch das regionale Diagnoselabor für Tierkrankheiten des DA-7 durchgeführt.
Zur Unterstützung der Landwirte stellt das DA-7 Desinfektionsmittel, Biosicherheitsmaterialien und technische Schulungen für provinzielle und kommunale Veterinärämter bereit. Diese Maßnahmen richten sich sowohl an kommerzielle Betriebe als auch an Kleinhaltung in Hinterhöfen. Bisher haben 16 lokale Verwaltungseinheiten in Cebu die Zertifizierung des BAI für aktive ASF-Überwachung erhalten, was einen freieren Transport von Schweinen ermöglicht, solange die Gebiete krankheitsfrei bleiben.
Trotz der temporären Einschränkungen wird die Versorgung in der Region als gesichert angesehen. Daten der Philippine Statistics Authority zeigen, dass Zentralvisayas etwa 113.000 Tonnen Schweinefleisch produziert, was einer Versorgungsquote von 119 % entspricht. Amper betonte, dass es weder in Cebu noch in Bohol Engpässe bei der lokalen Nachfrage geben werde. Der Schweinebestand in Cebu ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 % gestiegen, was sowohl den häuslichen Verbrauch als auch die lokale Lechon-Industrie unterstützt.
Dr. Vincoy appellierte an Schweinehalter, ungewöhnliche Krankheiten oder plötzliche Todesfälle bei Tieren umgehend den kommunalen Landwirtschaftsämtern oder städtischen Veterinärämtern zu melden, um eine schnelle Untersuchung und Eindämmung zu ermöglichen. Das DA-7 und das Veterinäramt der Provinz Cebu werden weiterhin eng zusammenarbeiten, um die Überwachung und die schnellen Reaktionsmaßnahmen angesichts der Lage in den Nachbarprovinzen zu koordinieren.