Bulusan-Vulkan zeigt verstärkte Aktivität mit 196 Erdbeben innerhalb von 24 Stunden
EditDer Bulusan-Vulkan in der Provinz Sorsogon verzeichnete in den letzten 24 Stunden einen massiven Anstieg der seismischen Aktivität. Wie das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) am Mittwoch, den 29. Juli, in einem morgendlichen Bulletin mitteilte, ereigneten sich zwischen Mitternacht am 28. Juli und Mitternacht am 29. Juli insgesamt 196 vulkanische Erdbeben.
Von diesen Beben konnten für mindestens 47 Ereignisse die genauen Standorte bestimmt werden. Dieser plötzliche Anstieg folgt auf eine Phase vergleichsweise geringer Aktivität in den vorangegangenen vier Tagen: Am Dienstag wurden 23 vulkanische Erdbeben registriert, am Montag sieben, am Sonntag fünf und am Samstag gar keine.
Trotz der sprunghaft angestiegenen seismischen Aktivität verbleibt der Bulusan-Vulkan auf Alarmstufe 1, was auf eine vulkanische Unruhe auf niedrigem Niveau hindeutet. Das Phivolcs betonte jedoch ausdrücklich, dass Alarmstufe 1 nicht bedeutet, dass die Gefahr gefährlicher vulkanischer Aktivitäten verschwunden ist.
Die Behörde warnte vor möglichen Folgen der erneuten Unruhe. Dazu gehören dampfgetriebene Eruptionen (phreatische Eruptionen), schnell fließende heiße Gas- und Ascheströme, Steinschläge, umherfliegende Trümmer, Lawinen, Aschewolken sowie das plötzliche Freisetzen oder Anstauen schädlicher vulkanischer Gase. Im Falle phreatischer Eruptionen sollten sich Bewohner in Gebieten südlich und in Windrichtung des Vulkans auf Aschefall vorbereiten. Dabei gelte besondere Aufmerksamkeit für besonders schutzbedürftige Gruppen wie ältere Menschen, Schwangere, Säuglinge und Personen mit Vorerkrankungen.
Zudem wird Anwohnern in Tälern sowie entlang von Flüssen und Bachläufen zur Vorsicht vor möglichen Lahar-Strömen geraten, die nach starken und anhaltenden Regenfällen infolge einer phreatischen Eruption auftreten könnten. Auch die zivile Luftfahrt wurde angewiesen, Piloten zu warnen, Flüge in der Nähe des Gipfels zu vermeiden, da Asche aus plötzlichen Eruptionen eine Gefahr für Flugzeuge darstellt.
In der aktuellen Meldung gab das Phivolcs zudem an, dass am 21. SO2 von 50 Tonnen pro Tag gemessen wurde. Die vulkanische Gaswolke stieg dabei leicht über den Hauptkrater auf, bevor sie nach Südwesten driftete.





