Gesellschaft: Catanduanes

Bergbau-Stopp in Catanduanes gefordert: Bischof mahnt nach Todesfällen

In der Provinz Catanduanes hat es Todesfälle im Zusammenhang mit dem Goldbergbau gegeben. Daraufhin hat der Bischof von Virac, Luisito Occiano, in einem am 14. Oktober veröffentlichten pastoralen Brief die Regierung aufgerufen, einen vorübergehenden Stopp aller geplanten und laufenden Bergbauaktivitäten in der Region zu verhängen.

Consequences of natural disaster. Kayak boat floating on flooded streetbilanol
Symbolbild: Envato

Der Bischof begründete seinen Appell mit erheblichen Risiken für die Umwelt und die öffentliche Sicherheit. Er forderte zudem eine gründliche Untersuchung der gemeldeten Todesfälle. Occiano betonte, dass kein wirtschaftliches Versprechen das Risiko für Menschenleben und irreversible Schäden an der Insel rechtfertigen könne.

Ein geplantes Kohlebergbauprojekt, das eine Fläche von fünf Hektar beanspruchen soll, bereitet dem Bischof besondere Sorge. Auch wenn diese Größe auf dem Papier gering erscheinen mag, könne der Schaden durch Bergbau nicht allein an der Fläche gemessen werden. Eine mangelhafte Regulierung könne laut Occiano Wasserquellen vergiften, Ackerland zerstören und Erosion, Überschwemmungen sowie Erdrutsche auslösen, was letztlich Lebensräume ruiniere.

Die Kirche unterstützt Entwicklung, lehnt aber zerstörerischen Bergbau ab, wenn dieser das Gemeinwohl und die Integrität der Schöpfung gefährde. Dies unterstrich der Bischof in Übereinstimmung mit der Catholic Bishops’ Conference of the Philippines (CBCP). Gleichzeitig sprach er den Bergleuten sein Mitgefühl aus und forderte den Schutz der Arbeiter sowie die Schaffung sicherer und nachhaltiger Existenzgrundlagen für jene, die aufgrund von Armut und Arbeitslosigkeit ihr Leben riskieren.

Der Bischof forderte die Behörden auf, Bergbauprojekte erst dann wieder zuzulassen, wenn unabhängige Umweltbewertungen, transparente öffentliche Konsultationen und die vollständige Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sichergestellt sind. Zudem müsse die Regierung Sicherheits- und Umweltgesetze strikt durchsetzen sowie Verstöße konsequent bestrafen. Der pastorale Brief soll in der Diözese Virac in allen Pfarreien und Kapellen während der Sonntagsmessen verlesen werden.