Wirtschaft: Landesweit

Philippinischer Peso erreicht neuen Tiefstand gegenüber dem US-Dollar

Am Freitag erreichte der philippinische Peso einen neuen Rekordtiefstand gegenüber dem US-Dollar. Im Handelsverlauf des Vormittags fiel die lokale Währung auf ein intraday-Tief von 63,23 Peso pro Dollar, was den vorherigen Rekordwert von 63,15 Peso vom vergangenen Donnerstag übertraf. Laut Daten der Bankers Association of the Philippines hatte der Peso bei einem Kurs von 63,03 Peso pro Dollar eröffnet.

Philippine Currency: Banknotes and Coins Close Up
Symbolbild: Envato

Die Stärke des US-Dollars, die durch die Erwartung steigender US-Zinssätze befeuert wird, ist der Hintergrund für die Abwertung. Die über den Erwartungen liegende US-Inflationsrate im September könnte die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve erhöht haben, was Anlagen in US-Dollar für Investoren attraktiver macht und den Druck auf Währungen wie den Peso erhöht.

Ruben Carlo Asuncion, Chefökonom der Union Bank of the Philippines, prognostizierte, dass die negative Stimmung gegenüber dem Peso anhalten könnte. Er erwartet eine anhaltende Volatilität mit einer Tendenz zur Schwäche in der Zukunft. Eine Beruhigung der Wechselkursschwankungen könnte jedoch eintreten, falls die US-Inflation nachlässt, die Federal Reserve weniger restriktiv agiert oder die Zentralbank der Philippinen durch eine straffere Geldpolitik Unterstützung bietet. Die Zentralbank der Philippinen (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP) hatte im August ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 5 Prozent angehoben, um auf aufkommende Inflationsrisiken präventiv zu reagieren. Die BSP wird am 22. Oktober über ihre nächsten geldpolitischen Schritte entscheiden.