Behörden in Pangasinan fordern Rechte statt nur Hilfe für Menschen mit Behinderungen
Regierungsbehörden in der Provinz Pangasinan rufen die Öffentlichkeit dazu auf, Menschen mit PWDs als Träger von Rechten und nicht bloß als Empfänger von Hilfsleistungen zu betrachten. Dies geschieht im Rahmen der 48. Nationalen Woche für Behindertenrechte (National Disability Rights Week), die bis zum 23. Juli läuft.
Das diesjährige Motto der Woche lautet „Rights First, Legislation Forward: Strategic Action for Equal Participation and Inclusive Development“. Es unterstreicht die Notwendigkeit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen ins Zentrum von Gesetzgebung, politischen Maßnahmen und Regierungsprogrammen zu stellen.
Charles Werrol Fernandez, technischer Mitarbeiter des zuständigen Büros für Belange von Menschen mit Behinderungen (Persons with Disabilities Affairs Office, PDAO) in Pangasinan, erklärte, dass bestehende Gesetze wie der Republic Act No. 7277 (Magna Carta für Menschen mit Behinderungen) in konkrete Taten umgesetzt werden müssten. Dazu gehöre der Ausbau barrierefreier Einrichtungen sowie der Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Beschäftigung und einer wirksamen Teilhabe an Entscheidungsprozessen. Inklusive Entwicklung bedeute, dass niemand zurückgelassen werde und jeder Mensch mit einer Behinderung die Chance erhalte, zur Gesellschaft beizutragen.
Um diese Ziele zu unterstützen, bietet die Provinzverwaltung über das PDAO verschiedene Programme an. Dazu zählen die Bereitstellung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Hörgeräten und Prothesen sowie medizinische Unterstützung, Seh- und Hörtests, Überweisungsdienste, Kompetenztrainings und Informationskampagnen. Zudem arbeitet das Büro mit staatlichen Stellen und privaten Organisationen zusammen, um Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.
Laut dem philippinischen Register für Menschen mit Behinderungen waren in Pangasinan bis zum 26. Mai 2026 insgesamt 81.934 Personen registriert. Trotz der Bemühungen weist Fernandez auf fortbestehende Herausforderungen hin, darunter die mangelnde Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im Verkehr, unzureichende Arbeitsplätze, ein erschwerter Zugang zu spezialisierter medizinischer Rehabilitation sowie anhaltende Stigmatisierung und Diskriminierung.
Auch das Innenministerium (Department of the Interior and Local Government, DILG) LGUs dabei, eine inklusivere Verwaltung zu etablieren. Cherry Adriano, eine Beamtin des DILG in Pangasinan, betonte, dass das Ministerium Richtlinien, technische Hilfe, Schulungen und jährliche Funktionsprüfungen der PDAO-Büros anbiete. Sie ermutige die Kommunen, Menschen mit Behinderungen aktiv in die Planung und Entscheidungsfindung einzubeziehen, damit Entwicklungsprogramme tatsächlich deren tatsächliche Bedürfnisse widerspiegeln.
Das DILG fördert zudem die Einhaltung von Barrierefreiheitsstandards bei der öffentlichen Infrastruktur, etwa durch den Einbau von Rampen, Handläufen und Vorrangspuren. Beide Behörden betonten, dass der Aufbau einer inklusiven Gesellschaft eine Zusammenarbeit zwischen Regierung, Privatsektor, Zivilgesellschaft und den Betroffenen selbst erfordere. Menschen mit Behinderungen und ihre Familien werden dazu aufgerufen, sich bei den jeweiligen städtischen oder kommunalen PDAO-Büros zu registrieren, um Zugang zu Programmen, Leistungen und dem offiziellen Ausweis zu erhalten.