Bauernverband fordert echte Agrarreform vor der Ansprache von Präsident Marcos
Im Vorfeld der fünften jährlichen Ansprache des Präsidenten an die Nation (State of the Nation Address, SONA) am Montag, den 27. Juli, hat die nationale Bauernorganisation Kilusan Para sa Tunay na Repormang Agraryo at Katarungang Panlipunan (Katarungan) die Regierung unter Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. zu konkreten Maßnahmen aufgerufen. Die Gruppe aus Lucena City betont, dass sich der Erfolg der Administration nicht an Versprechen auf dem Podium, sondern an der tatsächlichen Umsetzung von Gerechtigkeit und Sicherheit für die Begünstigten der Agrarreform messen lassen müsse.
Katarungan wies darauf hin, dass die Versprechen der Regierung ohne eine echte Agrarreform und soziale Gerechtigkeit für die Landwirte, die das Land ernähren, unerreichbar bleiben würden. Die Organisation erinnerte daran, dass der Präsident in seiner vorangegangenen Ansprache nach den Zwischenwahlen 2025 dazu aufgerufen hatte, politische Differenzen beiseite zu legen, um dem Volk zu dienen. Zudem habe Marcos eingeräumt, dass trotz berichteter wirtschaftlicher Fortschritte eine Unzufriedenheit in der Bevölkerung über die Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen bestehe.
Die Forderungen der Organisation beziehen sich auf die Sicherung unbestrittener Landrechte, den Schutz vor Landraub und Vertreibung sowie faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Zudem fordert die Gruppe Unterstützung bei der Produktion und Vermarktung sowie Maßnahmen zur Klimaresilienz, damit Landwirte ihre Familien durch die Arbeit auf dem Feld versorgen können.
Ein zentraler Kritikpunkt ist der Zustand des CARP. Laut Katarungan sind die Versprechen einer umfassenden Landreform auch 38 Jahre nach der Einführung des Programms im Juni 1988 für Millionen philippinischer Bauern weitgehend unerfüllt. Viele Begünstigte der Agrarreform kämpfen weiterhin mit Verzögerungen bei der Sicherung des Landbesitzes aufgrund von Rechtsstreitigkeiten, der Anfechtung von Landtiteln oder langwierigen bürokratischen Prozessen, die Jahrzehnte dauern können.
Zusätzlich kritisierte die Gruppe, dass Landwirte weiterhin Belästigungen, Einschüchterungen und Gewalt ausgesetzt seien. In diesem Zusammenhang richtete Katarungan auch Kritik an Conrado Estrella III, dem Minister des Department of Agrarian Reform (DAR). Der Minister wurde dafür kritisiert, nicht ausreichend direkt mit den Landwirten zu kommunizieren, um deren langjährige Anliegen zu adressieren.
Quellen
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.