Wirtschaft

Steuerentlastung für die Mittelschicht geplant

Das zuständige Komitee des Repräsentantenhauses plant eine Neugestaltung des persönlichen Einkommensteuersystems auf den Philippinen. Ziel ist es, Millionen von Menschen aus der Mittelschicht durch gezielte Steuerentlastungen zu unterstützen, da deren Kaufkraft durch die Inflation massiv geschwächt wurde.

Aerial view of Bonifacio Global City
Symbolbild: Envato

Miro Quimbo, Vorsitzender des Komitees für Wege und Mittel (House Committee on Ways and Means) und Abgeordneter für Marikina City, erklärte, dass die aktuellen Steuerklassen seit 2018 gelten. Seitdem habe die Inflation die Kaufkraft der Bürger erheblich gemindert. Besonders betroffen sei die städtische Mittelschicht mit monatlichen Gehältern zwischen 30.000 und 80.000 Pesos. Bei diesen Arbeitnehmern würden nominale Einkommenssteigerungen oft durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten wieder aufgezehrt.

Das Komitee wird eine umfassende Überprüfung der bestehenden Steuerklassen durchführen. Dabei sollen unter anderem die Steuerfreibeträge angehoben sowie die Besteuerung von Boni, Zulagen und anderen obligatorischen Abzügen neu bewertet werden. Quimbo betonte, dass das Steuersystem die heutige wirtschaftliche Realität widerspiegeln müsse, ohne dabei die fiskalische Kapazität des Staates zu gefährden.

In den kommenden Anhörungen soll der Fokus auf dem mittleren Einkommenssegment liegen. Quimbo wies darauf hin, dass diese Gruppe zwar pflichtbewusste Steuerzahler sei, jedoch weder von Steuerbefreiungen profitiere noch staatliche Hilfsprogramme („Ayuda“) erhalte, während sie gleichzeitig einen unverhältnismäßig hohen Anteil an Quellensteuern trage. Die Aufgabe für das nächste anderthalb Jahre bestehe darin, das System fair, effizient und glaubwürdig neu auszurichten.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.